Der Sternenhimmel im Juni 2026

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Mondphasen im Juni 2026

Die Planeten im Juni 2026

Merkur bietet Anfang Juni eine Abendsichtbarkeit zu später Stunde. Wenn Merkur am 15. Juni seine größte östliche Elongation erreicht, ist seine beste Sichtbarkeit bereits vorüber – am 16. Juni steht die schmale Mondsichel neben Merkur.

Venus durchstreift die Zwillinge, dann den Krebs, und zieht am 9. Juni an Jupiter vorbei. Am 17. Juni steht die Mondsichel direkt unter Venus und am 19. trifft Venus auf den offenen Sternhaufen Praesepe im Krebs.

Mars erklimmt die nördlichen Regionen des Tierkreises, ab dem 20. Juni läuft er durch den Stier. Ende Juni kann man versuchen, Mars in der Morgendämmerung aufzuspüren.

Jupiter in den Zwillingen gibt seine Abschiedsvorstellung am Abendhimmel. Am 22. wechselt er in den Krebs.

Saturn kann am morgendlichen Osthimmel gesehen werden. Der Ringplanet zieht seine Bahn ab dem 3. Juni durch die Fische.

Uranus befand sich Ende Mai in Konjunktion mit der Sonne und bleibt im Juni unbeobachtbar.

Neptun in den Fischen kann ab Ende Juni am Morgenhimmel aufgesucht werden.

. VdS, Sternfreunde.de

Quelle

Schweren Herzens: Absage des Astronomietags am 28.03.26

Liebe Sternenfreunde,

es bricht uns das Herz, aber wir müssen der Realität ins Auge blicken: Die Sterne bleiben uns am kommenden Samstag leider verborgen.

Wir haben bis zuletzt auf eine Lücke in den Wolken gehofft, doch die Wetterprognosen sind unerbittlich.

Da der Astronomietag ein bundesweites Ereignis ist, können wir diesen besonderen Abend leider auch nicht einfach verschieben – eine Chance, die für dieses Jahr nun buchstäblich im Trüben versinkt.

Warum wir diesen schweren Schritt gehen müssen:

Ein Blick ins Leere:

Astronomie lebt vom Staunen. Ohne freie Sicht können unsere Teleskope die Wunder des Universums nicht einfangen.

Wir möchten euch keine leeren schwarzen Okulare präsentieren, sondern echte Gänsehautmomente.

Kein Schutz vor den Elementen:

Da wir uns dieses Jahr ganz bewusst für ein reines Open-Air-Erlebnis entschieden haben, fehlen uns die Möglichkeiten, euch nach drinnen einzuladen.

Ohne beheizten Raum oder ein Zelt würde das gemeinsame Warten bei dieser Witterung zur ungemütlichen Zitterpartie – und das hat weder unser Team noch ihr verdient.

Wir haben uns so sehr auf das Fachsimpeln, das gemeinsame Entdecken und die leuchtenden Augen an den Teleskopen gefreut.

Dass uns die Natur nun einen Strich durch die Rechnung macht, schmerzt das gesamte Team der Sternwarte Rotheul und des Astrostammtischs Mitwitz sehr.

Wie geht es weiter?

Auch wenn der Astronomietag für uns ausfällt, geben wir die Hoffnung nicht auf. Wir halten euch hier über spontane Beobachtungsabende auf dem Laufenden, sobald der Himmel wieder aufreißt.

Bitte bleibt uns treu – das nächste Mal funkeln die Sterne wieder für uns. ✨

Euer Team der Sternwarte Rotheul & des Astrostammtischs Mitwitz

Der Sternenhimmel im März 2026

Der Sternenhimmel im März 2026

Der Sternenhimmel im März bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von OrionGroßer HundKleiner HundZwillingeFuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Hoch im Südwesten strahlt Jupiter in den Zwillingen. Der lichtschwache Uranus im Stier neigt sich bereits seinem Untergang entgegen.

Die Planeten im März 2026

Merkur zeigt sich Anfang März am Abendhimmel über dem Westhorizont. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 5.3. ab 19 Uhr. Die höher stehende und deutlich hellere Venus weist den Weg zu Merkur. Gleich am 1.3. steht die schmale Mondsichel zwischen den beiden Abendplaneten.

Merkur läuft am 7. März zwischen Sonne und Erde hindurch. Bis Ende März entfernt sich Merkur wieder weit von der Sonne, taucht wegen seiner südlichen Lage bei uns aber nicht am Morgenhimmel auf.

Venus baut ihre Abendsichtbarkeit nur zögernd aus. Am 7. März zieht sie knapp an Neptun vorbei, am 8. März passiert Venus den Saturn. Am 20. März ergibt sich zusammen mit der schmalen Mondsichel ein hübscher Himmelsanblick.

Mars hält sich im Wassermann auf und bleibt im Sonnenlicht verborgen.

Jupiter wird Mitte März wieder rechtläufig und beendet damit seine Oppositionszeit. Noch steht der helle Planet hoch in den Zwillingen.

Saturn wird am 25. März von der Sonne eingeholt. Die Begegnung mit Venus am 8. März wird eine Herausforderung.

Uranus kriecht im Stier auf seiner Bahn langsam nach Osten. Er ist am besten in den Abendstunden zu sehen.

Neptun kommt am 23. März in Konjunktion mit der Sonne. Die enge Begegnung mit Venus am 7. März (Abstand nur vier Bogenminuten) wird kaum zu beobachten sein.

Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der Sternenhimmel im Januar 2026

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Saturn und Neptun gehen im Westen unter. Uranus hält sich hoch oben im Stier auf. In den Zwillingen zieht der helle Jupiter die Blicke auf sich.

Die Mondphasen im Januar 2026

Die Planeten im Januar 2026

Merkur bot Anfang Dezember 2025 eine Morgensichtbarkeit. Im Januar 2026 taucht der sonnennächste Planet nicht am Nachthimmel auf.

Venus erreicht am 6. Januar ihre obere Konjunktion mit der Sonne und ist im Januar nur am Taghimmel vertreten.

Mars steht am 9. Januar in Konjunktion mit der Sonne – der rote Planet ist nicht zu sehen.

Jupiter kommt am 10. Januar im Sternbild Zwillinge in Opposition. Der Riesenplanet bietet somit optimale Beobachtungsbedingungen.

Saturn wechselt vom Wassermann in die Fische und ist ein Objekt des Abendhimmels. Sein Abstand zu Neptun verkleinert sich im Laufe des Monats. Am 23. Januar wird Saturn vom zunehmenden Mond besucht.

Uranus im Stier befindet sich in den Wochen nach der Opposition und ist daher noch fast die ganze Nacht südlich der Plejaden zu sehen.

Neptun in den Fischen befindet sich unweit von Saturn und ist wie der Ringplanet ein Objekt für die Abendstunden.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im Dezember 2025

Da es im Dezember sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz überraschend für diese Jahreszeit, abends von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Saturn und Neptun bereiten sich im Südwesten auf ihren Untergang vor. Uranus im Stier hat seine höchste Stellung fast erreicht. Im Südosten bildet Jupiter mit den Zwillingssternen Castor und Pollux ein auffälliges Dreigestirn.

Die Mondphasen im Dezember 2025

Die Planeten im Dezember 2025

Merkur bietet Anfang Dezember eine sehr gute Morgensichtbarkeit. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 7.12. Ab 6:30 Uhr findet man Merkur dann über dem Südosthorizont.

Venus ist in den Glanz der Sonne eingetaucht. Anfang 2026 wird sie in oberer Konjunktion mit ihr stehen.

Mars ist ebenfalls im Schein der Sonne verschwunden und wird wie Venus Anfang 2026 seine Konjunktion der Sonne einnehmen.

Jupiter in den Zwillingen strebt auf seine Oppositionsstellung zu, die er aber erst am 10. Januar 2026 erreichen wird. Trotzdem ist der größte Planet des Sonnensystems im Dezember optimal zu beobachten. Am 7.12. wandert der abnehmende Mond an Jupiter vorbei.

Saturn im Wassermann geht in der ersten Nachthälfte nun immer früher unter. Der Ringplanet ist ein Objekt des Abendhimmels. Am 27.12. bekommt Saturn noch einmal Besuch vom Halbmond.

Uranus im Stier befindet sich in den Wochen nach der Opposition und ist daher noch fast die ganze Nacht zu sehen.

Neptun in den Fischen wird zum Beobachtungsziel für die Abendstunden.

Quelle: VdS; sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im November 2025

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen.

Saturn und Neptun in den Fischen findet man jetzt über dem südwestlichen Horizont. Uranus im Südosten zieht seine Bahn unterhalb der Plejaden.

Die Mondphasen im November 2025

Die Planeten im November 2025

Merkur beginnt Ende November mit einer Morgensichtbarkeit, die Anfang Dezember ihren Höhepunkt erreicht. Ab 6:30 Uhr findet man den sonnennahen Planeten für eine gute halbe Stunde über dem Südosthorizont.

Venus beendet ihre Zeit als Morgengestirn, sie versinkt Ende November in der hellen Dämmerung.

Mars ist weiterhin nicht am dunklen Nachthimmel vertreten.

Jupiter in den Zwillingen läutet seine Oppositionsperiode ein – die beste Beobachtungszeit für den Riesenplaneten hat begonnen. Am 10.11. kommt der Mond bei seiner monatlichen Runde vorbei.

Saturn im Wassermann hat seine Oppositionsperiode hingegen gerade hinter sich. Doch ein Blick mit dem Fernrohr lohnt sich, denn derzeit ist der Ring besonders schmal. Am 2.11. schaut der zunehmende Mond vorbei.

Uranus im Stier steht am 21.11. in Opposition und hat somit seine beste Sichtbarkeit erreicht. Mit einer Helligkeit von 5,6 mag ist Uranus bei sehr dunklem Himmel (und mit einer guten Sternkarte) sogar mit bloßem Auge auszumachen.

Neptun in den Fischen wird nun zum bequemen Beobachtungsziel in der ersten Nachthälfte.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im September 2025

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen.

In den Fischen leuchtet Saturn und direkt nebenan kann man Jagd auf Neptun machen.

Am 7. September findet eine totale Mondfinsternis statt. Dabei geht der Mond in Mitteleuropa über dem Osthorizont bereits verfinstert auf. Bis zum Ende der Totalität um 20:53 Uhr hat der Mond eine Höhe von knapp zehn Grad erreicht. Um 21:57 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde wieder.

Die Planeten im September 2025

Merkur macht sich im September rar, er taucht nicht am dunklen Himmel auf.

Venus ist entlang der Ekliptik auf dem Weg nach Süden. Sie läuft vom Krebs zum Löwen. Noch können wir Venus als hellen Morgenstern sehen. Am 19.9. steht sie direkt neben Regulus und wird zudem von der schmalen, abnehmenden Mondsichel besucht. Am Nachmittag des 19.9. bedeckt der Mond die Venus am Taghimmel.

Mars ist in der Jungfrau mobil, doch das bleibt im hellen Sonnenschein verborgen.

Jupiter in den Zwillingen geht jetzt bald nach Mitternacht auf. Am 16.9. kommt der abnehmende Mond bei Jupiter vorbei.

Saturn erreicht am 21.9. seine diesjährige Opposition: er geht abends auf, steht um Mitternacht im Süden und geht morgens unter. Am 8./9.9. kommt der Vollmond bei Saturn zu Besuch. Wir blicken derzeit fast exakt auf die Kante des Saturnrings. Dazu kommt es auch zu interessanten Ereignissen der Saturnmonde mit Durchgängen vor der Planetenscheibe und Schattenwürfen.

Uranus im Stier geht nun bereits in den frühen Abendstunden auf, etwa ab Mitternacht lohnt sich eine Beobachtung.

Neptun erreicht am 23. September seine diesjährige Opposition zur Sonne. Der ferne Planet steht derzeit in den Fischen. Um ihn zu sehen, braucht man ein gutes Fernglas oder Fernrohr.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Sonne im Ha-Licht

Die Sonne in H-Alpha – heute Mittag um 13 Uhr!

Wir in der Sternwarte Rotheul haben die Sonne heute bei fantastischen Bedingungen im H-Alpha-Licht beobachtet. Auf diesem Bild seht ihr die unglaubliche Aktivität unserer Sonne:

– Protuberanzen am Rand – Besonders gut sichtbar sind mehrere Ausbrüche am oberen und rechten Rand, die sich als kleine, helle Bögen vom Sonnenrand abheben.

– Filamente auf der Scheibe – Dunkle, längliche Strukturen innerhalb der Sonnenscheibe, die wie „Fäden“ aussehen.

– Aktive Regionen & Sonnenflecken – In der unteren Hälfte gibt es deutlich dunklere, unruhige Zonen – hier befinden sich große Sonnenfleckengruppen.

– Granulation und feine Strukturen – Die gesamte Oberfläche zeigt die typische H-Alpha-Struktur der Chromosphäre.

Ein faszinierender Anblick – und alles in Bewegung!

👉 Nie ohne geeignete Sonnenfilter beobachten!

📷 Aufnahme: H-Alpha, Acuter Elite Phoenix 40 H-Alpha Sonnenteleskop

🕐 Zeitpunkt: Heute, 13:00 Uhr

#SternwarteRotheul#Sonnenbeobachtung#Protuberanzen#Sonnenflecken#HAlpha#Astrofotografie#Astronomie#Sonne#Space#SolarAstronomy#Weltraum

Der Sternenhimmel im August 2025

Sternhimmel Karte

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Südosten hat sich Saturn in den Fischen nun über den Horizont erhoben. Nicht weit von ihm entfernt ist der lichtschwache Neptun zu finden.

Die Nacht der Sternschnuppen
Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Das Maximum der Perseiden wird für die Nacht vom 12. auf den 13.8. erwartet. Wenige Tage nach Vollmond hellt unser Erdbegleiter den Himmel leider deutlich auf.

Die Planeten im August 2025

Merkur schwingt sich nach Mitte August zu einer günstigen Morgensichtbarkeit auf. In der letzten Monatsdekade kann man ihn gegen 5:30 Uhr über dem Nordosthorizont sehen.

Venus übt ihre Position als Morgenstern weiter aus. Sie durchstreift die Zwillinge und geht daher weit im Nordosten auf. Am 12.8. begegnet sie dabei Jupiter und zieht in knapp einem Grad Abstand am Gasriesen vorbei.

Mars durcheilt die Jungfrau und nimmt am Abendhimmel nun endgültig Abschied.

Jupiter in den Zwillingen ist ein Objekt des Morgenhimmels. Dabei wird er am 12.8. von Venus passiert. Und am 20.8. kommt die abnehmende Mondsichel zum Planetenduo. Ein tolles Motiv, für das sich das frühe Aufstehen auf jeden Fall lohnt!

Saturn bewegt sich rückläufig durch die Fische. Der Ringplanet ist etwa ab Mitternacht gut zu sehen. Am 6.8. kommt es zur zweiten von drei Konjunktionen mit Neptun in diesem Jahr.

Uranus im Stier beginnt seine Beobachtungsperiode am Morgenhimmel.

Neptun ist wie Saturn rückläufig in den Fischen. Bei der Konjunktion der beiden am 6.8. beträgt ihr gegenseitiger Abstand knapp über einem Grad.


Quelle: VdS

Kosmische Kinderstuben im Schützen: Messier 8 und Messier 20

Dieses faszinierende Foto, aufgenommen von der Sternwarte Rotheul, zeigt zwei prächtige Himmelsobjekte im Sternbild Schütze: Messier 8, den Lagunennebel, und Messier 20, den Trifidnebel. Beide sind aktive Sternentstehungsgebiete und damit Highlights für Astronomen und Astrofotografen gleichermaßen.

Der Lagunennebel (Messier8) ist ein riesiger Emissions- und Reflexionsnebel, der etwa 5.200 Lichtjahre entfernt liegt. Seine leuchtenden Gase und reflektierenden Staubwolken schaffen eine atemberaubende kosmische Landschaft, in der neue Sterne geboren werden.

Der Trifidnebel (Messier 20), ähnlich weit entfernt, erhält sein charakteristisches dreigeteiltes Aussehen durch eine prominente dunkle Staubwolke, bekannt als Barnard 85. Diese dunkle Wolke teilt den Nebel effektiv und verleiht ihm seine einzigartige „Trifid“- (dreiteilige) Form.

Diese Deep-Sky-Objekte von Deutschland aus einzufangen, stellt eine besondere Herausforderung dar, da das Sternbild Schütze hier nur sehr flach über dem Horizont steht.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte dieses Bild erfolgreich mit unserem Takahashi Epsilon-130D Astrografen und der Omegon veTEC 571 Colorkamera in gerade mal 76 min. aufgenommen werden.

Der Sternenhimmel im Juli 2025

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Planeten im Juli 2025

Merkur nimmt im Juli ein Sonnenbad und ist folglich nicht zu sehen.

Venus begrüßt alle Frühaufsteher über dem östlichen Morgenhimmel. Am 22.7. gesellt sich wieder einmal der schmale Mond zur Venus.

Mars streift durch den Löwen und ist abends noch zu sehen. Am 28.7. schaut die dünne, zunehmende Mondsichel beim roten Planeten vorbei.

Jupiter taucht ab Mitte Juli wieder am Morgenhimmel auf. Am 23.7. steht die schmale Mondsichel über ihm.

Saturn in den Fischen wird zum Beobachtungsziel für die zweite Nachthälfte. Am 16.7. weist der abnehmende Halbmond den Weg zu Saturn.

Uranus im Stier kann man ab Mitte Juli am Morgenhimmel aufsuchen.

Neptun in den Fischen ist nicht weit von Saturn entfernt. Mit einem Teleobjektiv kann man beide zusammen fotografieren.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de