Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, über DEUTSCHLAND

Am Donnerstag, den 10. Juni, zieht der Mond zur Mittagszeit vor der Sonnenscheibe vorbei – es findet eine Sonnenfinsternis statt. Das Ereignis dauert rund zwei Stunden und kann bei klarem Himmel in Deutschland und anderen Ländern gesehen werden. Die Finsternis wird von der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und der Vereinigung der Sternfreunde per moderiertem Livestream im Internet übertragen.

Beobachtungszeiten der SOFI 2021 – Beobachtungsort Rotheul/Sonneberg:

Beginn:11:34 Uhr
Maximum:12:32 Uhr
Ende:13:31 Uhr

Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist über Mitteleuropa wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Der Mond wird am 10. Juni in Norddeutschland rund 20 Prozent der Sonnenscheibe bedecken, in Süddeutschland sind es nur sechs Prozent, in Österreich und der Schweiz noch etwas weniger. Der Mondschatten läuft von West nach Ost, daher beginnt die Finsternis in Aachen bereits um 11:21 Uhr, in Braunschweig um 11:30 Uhr und in Frankfurt/Oder erst um 11:40 Uhr. Eine Stunde nach Beginn tritt die maximale Bedeckung ein, eine weitere Stunde später geht die Finsternis zu Ende.

Fotos: Sternwarte Rotheul SOFI2015
Sofi 2015 in Rotheul

Beste Bedingungen zur Mittagspause

Das Maximum der Sonnenfinsternis findet im Westen Deutschlands gegen 12:20 und im Osten um 12:40 Uhr statt. So kann jeder während seiner Mittagspause oder in einer Schulpause einen Blick zur Sonne werfen und die „angeknabberte Sonne“ bestaunen. Dazu muss man auf jeden Fall eine sichere Sonnenfinsternisbrille verwenden, denn alle anderen Hilfsmittel dämpfen das Sonnenlicht nicht ausreichend, bleibende Augenschäden wären die Folge. Am besten besorgt man sich schon jetzt eine sogenannte Sonnenfinsternisbrille, die für wenige Euro im Handel erhältlich ist. Es gibt auch einfache und sichere Alternativen, wie die Projektion mit einer Lochkamera auf ein Blatt Papier.

Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni von Mitteleuropa aus gesehen. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Globaler Verlauf der Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Zur SOFi 2015 an der Sternwarte Rotheul

Warum sind Sonnenfinsternisse so selten?

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond eintreten, wenn der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht. Doch durch die Neigung der Mondbahn zieht er meist weit über- oder unterhalb der Sonne vorbei. Damit der Mond die Sonne trifft, muss er bei Neumond auch die scheinbare Sonnenbahn am Himmel kreuzen. Die Kombination beider Stellungen führt dazu, dass pro Jahr maximal nur zwei bis vier Sonnenfinsternisse irgendwo auf der Erde stattfinden. Die Sonne muss während der Finsternis außerdem über dem lokalen Horizont stehen, und so kommt es, dass von einem Ort aus nur alle paar Jahre eine Sonnenfinsternis zu sehen ist. Die nächste von Mitteleuropa aus sichtbare wird übrigens schon am 25. Oktober 2022 stattfinden.

Oben: bei einer totalen Sonnenfinsternis erreicht der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche. Abseits des Kernschattens ist eine partielle Finsternis zu sehen. Unten: bei einer ringförmigen Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, sein Kernschatten erreicht die Erdoberfläche nicht. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.

Live dabei mit Bildern aus aller Welt

Sofern es die Einschränkungen der Corona-Pandemie Anfang Juni zulassen und das Wetter einen Blick auf die Sonne erlaubt, werden manche Sternwarten, Planetarien und Science Center zur Beobachtung der Finsternis mit dem Teleskop einladen. Doch man kann die Sonnenfinsternis auch bequem am Bildschirm erleben:

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien streamt das Ereignis von 11:15 bis 13:15 Uhr live auf dem Youtube-Kanal der Stiftung Planetarium Berlin, die Vereinigung der Sternfreunde verteilt über Twitter und Facebook unter dem Hashtag #sofi2021 aktuelle Fotos der Sonnenfinsternis. Dabei ist nicht nur die Silhouette des Mondes spannend, vielleicht zeigen sich auf der Sonne auch dunkle Flecken oder gewaltige Eruptionen, die sich in den Stunden der Finsternis verändern.

Informationen für Schulen sind in diesem Informationsblatt zusammengefasst: Herunterladen

Kontakte:

Michael Schomann
Vereinigung der Sternfreunde
Telefon: +49 / (0) 151 525 744 01
E-Mail: michael.schomann@sternfreunde.de

Dr. Björn Voss
Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien
Tel.: +49 / (0251) 591 6026
E-Mail: bjoern.voss@gdp-planetarium.org

Dr. Carolin Liefke
Haus der Astronomie
E-Mail: liefke@hda-hd.de

Quelle: Sternfreunde.de, VdS

Der Sternenhimmel im Juni 2021

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Am 10. Juni findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die von Mitteleuropa aus als partielle Finsternis zu beobachten ist. Im Norden beträgt der Bedeckungsgrad rund 20 Prozent, im Süden weniger als fünf Prozent. Das Maximum findet um 12:42 Uhr MESZ statt.

Die Mondphasen im Juni 2021

Die Planeten im Juni 2021

Merkur hat seine Abendsichtbarkeit beendet und steht am 11. neben der Sonne – er ist im Juni nicht sichtbar.

Venus ist Abendstern, tut sich aber noch schwer damit, sich am Nordwesthimmel gegen die Dämmerung durchzusetzen.

Mars ist nach vielen Monaten nicht mehr auf der Sternkarte zu sehen, er zieht sich vom Abendhimmel zurück. Wie lange wird man ihn noch über dem Westhorizont beobachten können?

Jupiter beginnt Ende Juni mit seiner diesjährigen Oppositionsperiode, er ist (nach dem Mond) das hellste Gestirn in der Nacht und geht bald nach Mitternacht auf.

Saturn geht jetzt schon vor Mitternacht auf, er ist wegen der späten Dämmerung ein Planet der gesamten (dunklen) Nacht.

Uranus im Widder ist zu lichtschwach, um sich wieder in der Morgendämmerung bemerkbar zu machen.

Neptun im Wassermann startet zwar Ende Juni seine Oppositionsperiode, ist aber noch kein lohnendes Objekt.

Der Sternenhimmel im Mai 2021

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.

Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Die Planeten im Mai 2021

Merkur ist im Mai am Abendhimmel über dem Nordwesthorizont zu sehen. Die beste Sichtbarkeit reicht vom 5. bis zum 14. Mai gegen 22 Uhr MESZ.

Venus macht sich zunehmend als Abendstern bemerkbar. Am 29. zieht sie noch einmal dicht an Merkur vorbei.

Mars in den Zwillingen ist Objekt der ersten Nachthälfte. Seine Helligkeit geht stetig zurück.

Jupiter im Wassermann ist das Glanzlicht der zweiten Nachthälfte, ab jetzt lohnen sich auch Beobachtungen mit dem Teleskop.

Saturn im Steinbock läutet am 23. seine Oppositionsperiode ein, auch er ist ein Objekt der zweiten Nachthälfte.

Uranus ist noch zu nah an der Sonne und somit nachts nicht zu sehen.

Neptun hat sich auch noch nicht weit genug von der Sonne entfernt, er bleibt unbeobachtbar.

Die Mondphasen im Mai 2021

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Quelle: VdS

Der Sternhimmel im April 2021

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner LöweJagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Die Planeten im April 2021

Merkur wird ab Ende April zu seiner besten Sichtbarkeit am Abendhimmel auftauchen. Wer findet ihn ab etwa 21 Uhr MESZ zuerst über dem nordwestlichen Horizont?

Venus ist noch nah bei der Sonne, sie wird Ende April an Merkur vorbeiziehen – eine echte Herausforderung am nordwestlichen Abendhimmel!

Mars turnt durch die Sternbilder, Ende April wechselt er vom Stier in die Zwillinge. Am 26./27. ist er nur etwas mehr als ein halbes Grad vom offenen Sternhaufen M 35 entfernt.

Jupiter wechselt Ende April vom Steinbock in den Wassermann, der Riesenplanet macht sich am südöstlichen Morgenhimmel bemerkbar.

Saturn tritt morgens etwas früher als Jupiter über den südwestlichen Horizont, ist aber deutlich lichtschwächer.

Uranus erreicht Ende April seine Konjunktion mit der Sonne – er taucht nachts nicht über dem Horizont auf.

Neptun hatte Anfang März seine Konjunktion mit der Sonne, im April ist er noch nicht weit genug von ihr entfernt, um nachts sichtbar zu sein.

Die Mondphasen im April 2021

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Quelle: VdS

Der Frühling ist da….

Die Sterne zeigen den Frühlingshimmel.

Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Astronomietag an der Sternwarte

Astronomietag 2021

Am 20. März 2021 ist Astronomietag!

Am Astronomietag bieten Sternwarten, Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute und Amateurastronomen zahlreiche Aktivitäten, damit jeder einmal den Sternhimmel live erleben kann – zentral koordiniert von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der erste Astronomietag fand am 23. August 2003 zum Anlass der besonders nahen Mars-Opposition statt. Mittlerweile ist ein Termin im Frühjahr (März/April) Tradition, seit 2020 gefolgt von einem zweiten Astronomietag im Herbst (September/Oktober).

Ein Ausflug in die Kraterlandschaft des Mondes

Nach den Veranstaltungen des Jahres 2020 wird auch der Astronomietag am 20. März 2021 von der Coronavirus-Situation beeinträchtigt sein. Es werden keine öffentlichen Veranstaltungen vor Ort stattfinden können. Einige Sternwarten bieten hierzu ein reichhaltiges Online-Angebot an.

Handyaufnahme durch das Okular am Teleskop

Anbieter von Online-Veranstaltungen am Astronomietag 2021 findet Ihr hier: https://astronomietag.de/veranstaltungen-suchen/ 

Als Thema des Astronomietages wurde unser kosmischer Nachbar, den Mond gewählt, den ihr auch vollkommen ohne optische Hilfsmittel bei klarem Himmel von zuhause aus beobachten könnt. Mit Fernglas oder Teleskop könnt Ihr  in die karge Mondlandschaft aus erstarrten Lavameeren und Einschlagskratern in allen Großen eintauchen.

Mondoberfläche durch ein Teleskop
Mondsichel am Abendhimmel mit dem bloßen Auge

Der Sternenhimmel im März 2021

Am 20. März 2021 laden Sternwarten und Sternfreunde zum jährlichen „Astronomietag“ ein.

Der Sternenhimmel im März bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von Orion, Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Sternhimmel im März 2021

Die Planeten im März 2021

Merkur bietet Anfang März theoretisch eine Morgensichtbarkeit – praktisch aber nicht, da er südlicher als die Sonne steht. Kurz: Merkur ist im März nicht zu sehen.

Venus steht am 26. von uns aus gesehen hinter der Sonne; sie nimmt also ihre obere Konjunktion ein und zieht gemeinsam mit der Sonne über den Taghimmel.

Mars wandert Anfang März am Sternhaufen der Plejaden vorbei. Er geht bald nach Mitternacht unter.

Jupiter im Steinbock taucht nach der Monatsmitte wieder am südöstlichen Morgenhimmel auf. Das ist eine sportliche Herausforderung: wann ist Jupiter zum ersten Mal zu sehen?

Saturn, ebenfalls im Steinbock, macht sich auch ab Mitte März am südöstlichen Morgenhimmel bemerkbar. Wer Jupiter gefunden hat, kann dann auch nach Saturn suchen.

Uranus im Widder geht abends zunehmend früher unter, Ende März wird man ihn kaum noch finden.

Neptun hat am 11. März seine alljährliche Konjunktionsstellung mit der Sonne – er ist nachts somit nicht zu sehen.

Die Mondphasen im März 2021

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Quelle: VdS

Der Sternenhimmel im Februar 2021

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Karte Sternhimmel im Februar, Quelle: VdS

Die Planeten im Februar 2021

Merkur läuft Anfang Februar an der Sonne vorbei. Bis Ende Februar hat er sich über 25 Grad von der Sonne entfernt, steht aber weit südlicher, so dass er am Morgenhimmel nicht zu sehen ist.

Venus ist der Sonne mittlerweile zu nah gekommen und daher nachts nicht zu sehen.

Mars bleibt in der ersten Nachthälfte gut sichtbar, wird aber langsam schwächer. Ende Februar wechselt er vom Widder in den Stier.

Jupiter hat Ende Januar gerade erst die Sonne passiert und taucht im Februar noch nicht am Morgenhimmel auf.

Saturn tut es Jupiter gleich – sein Abstand zur Sonne ist noch nicht groß genug, um sich morgens bemerkbar zu machen.

Uranus geht jetzt vor Mitternacht unter, man sollte ihn aufsuchen, sobald es dunkel genug ist.

Neptun verringert seinen Abstand zur Sonne und ist unbeobachtbar.

Die Mondphasen im Februar 2021

Quelle VdS
Quelle VdS

Merkur am Abendhimmel

Aufsuchkarte Merkur – Quelle: VdS

Im Jahr 2021 taucht Merkur zweimal am Abendhimmel auf. Die erste Gelegenheit ergibt sich gleich nach Mitte Januar. Merkur wird sich dann tief über dem Südwesthorizont zeigen. Je höher der sonnennächste Planet dabei steigt, desto mehr nimmt seine Helligkeit ab. Die beste Beobachtungszeit ist vom 19. bis 27. Januar.

Bereits vom 9. bis 11. Januar kommt es zu einer Begegnung von Merkur mit Jupiter und Saturn, die man aber nur bei sehr klarem Himmel, freier Sicht zum Südwesthorizont und Fernglas beobachten können wird. Während Jupiter und Saturn zunehmend in der Abenddämmerung verschwinden, schwingt sich Merkur zu einer Abendsichtbarkeit auf. In größter Elongation — dem maximalen Abstand zur Sonne am Himmel — steht Merkur am 24. Januar. Mit dem Aufsuchen kann man aber schon einige Tage vorher beginnen, da Merkur dann noch heller ist. Nach der Elongation nimmt die Helligkeit von Merkur schnell ab, so dass er sich kaum noch am hellen Dämmerungshimmel bemerkbar macht.

Die zweite und beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr findet von Anfang bis Mitte Mai statt.

Der Sternenhimmel im Januar 2021

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Der Sternhimmel im Januar 2021 – Quelle: VdS

Die Planeten im Januar 2021

Merkur taucht von Mitte bis Ende Januar am südwestlichen Abendhimmel auf. Beste Sichtbarkeit ist um den 24. Januar.

Venus strahlt als Morgenstern knapp über dem Südosthorizont und wird bald im Glanz der Sonne verschwinden.

Mars wechselt von den Fischen in den Widder, er ist in der ersten Nachthälfte noch gut zu sehen.

Jupiter verabschiedet sich am Abendhimmel über dem südwestlichen Horizont. Am 29. erreicht er seine Konjunktion mit der Sonne.

Saturn ist nicht weit von Jupiter entfernt, also auch am frühen Abendhimmel in Richtung Südwest zu sehen. Der Ringplanet steht am 24. in Konjunktion mit der Sonne.

Uranus beendet seine Oppositionsperiode, er ist nicht weit von Mars entfernt und damit Planet der ersten Nachthälfte. In den Tagen um den 20. zieht Mars in weniger als zwei Grad Abstand an Uranus vorbei.

Neptun steht der Sonne näher als Uranus, er geht daher abends früher unter und ist im Januar kein lohnendes Beobachtungsziel mehr.

Mondphasen im Januar 2021 (Quelle: VdS)
Quelle VdS

„Stern von Bethlehem“ am Montag zu sehen?“ Große Konjunktion“ von Jupiter und Saturn – so eng wie selten.

Am Montagnachmittag, am 21.12.20, kommen sich Saturn und Jupiter so nahe wie seit 400 Jahren nicht mehr. Diese Konstellation könnte auch der „Stern von Bethlehem“ gewesen sein.

Bei Einbruch der Dunkelheit auf klaren Himmel hoffen

Die „große Konjunktion“ am Montagnachmittag ist am besten bei Einbruch der Dämmerung zu sehen, aber nur bei klarem Himmel. Dann verdeckt der Planet Jupiter den Planeten Saturn zwar nicht komplett, aber sie kommen sich sehr nahe auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne. Saturn ist mindestens zehn Mal so groß, Jupiter sogar 15 Mal so groß wie die Erde. Daher wäre das astronomische Ereignis bei klarem Himmel auch mit bloßen Auge sichtbar.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/stern-von-bethlehem-am-montag-zu-sehen,SJj1Y3b

Saturn und Jupiter treffen sich zu Weihnachten

Wer Nebelloch erwischt, kann Spektakel beobachten oder dann nächste Mal erst im Jahr 2080!!

Aufgrund des Nebels wird am Montag voraussichtlich wenig zu sehen sein. Wer aber ein Nebelloch erwischt, kann diese „große Konjunktion“ in Richtung Südwesten mit bloßen Auge sehen und selbst erleben, trotz Corona. 🙂

Wir wünschen euch viel Glück mit dem Wetter und viel Erfolg beim Beobachten Leute! 🙏🙌

Quelle: br24.de

https://www.br.de/…/stern-von-bethlehem-am-montag-zu…

Sternschnuppen aus den Zwillingen – die Geminiden kommen

Sternschnuppe
Sternschnuppe
Die Sternschnuppen der Geminiden scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entspringen. Ihr Ausstrahlungspunkt wird „Radiant“ genannt – zu sehen sind sie aber in weiten Teilen des Nachthimmels. >Quelle: VdS-Astro.de<

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember für einen schönes Sternschnuppenschauspiel. Mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres. In diesem Jahr ist am 14. Dezember Neumond, so dass kein Mondlicht den Nachthimmel aufhellt.

Das Maximum der Geminiden fällt in die Nacht von Sonntag, den 13., auf Montag, den 14. Dezember. Die Zwillinge gehen bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf, daher ist die ganze Nacht über mit Sternschnuppen zu rechnen. Wer die Zwillinge nicht kennt: sie stehen genau links oberhalb vom Orion. Besonders hell sind ihre zwei Hauptsterne Kastor und Pollux, ein aus der griechischen Mythologie bekanntes Zwillingspaar. Der scheinbare Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen (Fachsprache: der Radiant) liegt knapp über Kastor, dem oberen der beiden Zwillingssterne. Das ist aber nur ein perspektivischer Effekt wie bei einer Autofahrt durch einen Schneeschauer.

Der Grund für das vermehrte Auftreten der Sternschnuppen ist das Durchqueren der Erde einer kosmischen Staubwolke, die vermutlich vom Kleinplaneten „Phaethon“ hinterlassen wurde – möglicherweise ist dieser Asteroid zerbrochen und hat Trümmerteile auf seiner Bahn hinterlassen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre als Sternschnuppen verglühen.

Im Gegensatz zu den bekannten Perseiden-Sternschnuppen im Sommer muss man bei den Geminiden nicht bis nach Mitternacht warten, um die meisten zu sehen. Sobald es dunkel wird, kann man neugierig nach ihnen Ausschau halten. Ein freier Blick nach Osten ist dann von Vorteil, im Laufe der Nacht stehen die Zwillinge hoch im Süden, am Montagmorgen streben sie im Nordwesten ihrem Untergang entgegen.

Quelle: VdS-Astro.de