Der Sternenhimmel im Juli 2022

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Über dem Südosthorizont ist der Planet Saturn gerade aufgegangen.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Mondphasen im Juli 2022

Die Planeten im Juli 2022

Merkur turnt Mitte Juli wieder einmal an der Sonne vorbei; ein Schauspiel, das uns leider verborgen bleibt.

Venus hält sich wacker am Morgenhimmel über dem nordöstlichen Horizont. Im Teleskop ist Venus nun fast kugelrund, aber nur elf Bogensekunden groß.

Mars lässt die Fische hinter sich und entert den Widder. Der rote Planet ist in der zweiten Nachthälfte zu sehen, erreicht bis Ende Juli fast die 0. Größe, misst aber nur acht Bogensekunden.

Jupiter glänzt in der Zeit nach Mitternacht über dem östlichen Horizont, bis zur Morgendämmerung hat er fast den Meridian erreicht. Für Teleskopbeobachtungen ist er schon jetzt ein dankbares Objekt.

Saturn steuert auf seine Oppositionszeit Mitte August zu. Der Ringplanet steht im Steinbock und passiert in der zweiten Nachthälfte der Meridian.

Uranus schält sich langsam, aber sicher aus der hellen Morgendämmerung. Eine Beobachtung im Juli ist trotzdem ein sportliches Unterfangen. Ende Juli nähert sich Mars dem grünlichen Planeten.

Neptun findet sich ein Stück rechts von Jupiter, in den Fischen. Er ist ein Objekt für die Zeit nach Mitternacht.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Juni 2022

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Am 10. Juni findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die von Mitteleuropa aus als partielle Finsternis zu beobachten ist. Im Norden beträgt der Bedeckungsgrad rund 20 Prozent, im Süden weniger als fünf Prozent. Das Maximum findet um 12:42 Uhr MESZ statt.

Die Mondphasen im Juni 2022

Die Planeten im Juni 2022

Merkur entfernt sich bis Mitte Juni auf mehr als 23 Grad von der Sonne, ist von unseren Breiten aus aber nicht in der Abenddämmerung zu sehen.

Venus kann noch am Morgenhimmel gesehen werden, geht wie zu dieser Jahreszeit üblich aber sehr früh über dem Osthimmel auf. Am 26.6. findet man direkt über Venus die dünne Mondsichel.

Mars erklimmt in den Fischen zunehmend nördlichere Deklinationen, ihm geht am Morgenhimmel der deutlich hellere Jupiter voraus.

Jupiter erreicht in der Morgendämmerung jetzt eine Höhe von 20 Grad über dem Horizont, für ihn beginnt so langsam die Zeit der teleskopischen Beobachtung.

Saturn geht jetzt bald vor Mitternacht auf und steht morgens nicht mehr weit vom Meridian entfernt – die diesjährige Saison zur Beobachtung des Ringplaneten hat begonnen.

Uranus badet noch im Schein der Sonne, ist somit am dunklen Nachthimmel nicht zu sehen.

Neptun steht morgens noch etwas höher als Jupiter, kann ob seiner Lichtschwäche aber erst nach der Monatsmitte mit Erfolg aufgesucht werden.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Februar 2022

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Die Mondphasen im Februar 2022

Die Planeten im Februar 2022

Merkur war Anfang Januar am Abendhimmel zu sehen, dreht nun seine Runde um die Sonne und taucht ab Mitte Februar tief am morgendlichen Südosthimmel auf – sichtbar aber nur von Gegenden südlich 48 Grad nördlicher Breite.

Venus strahlt als Morgenstern über dem südöstlichen Horizont, bereits am 12.2. leuchtet sie mit größter Helligkeit. Im Fernglas oder Fernrohr kann man ihre Sichelgestalt erkennen.

Mars wandert durch den Schützen, der rote Planet ist am Morgenhimmel zu sehen. Über ihm leuchtet die deutlich hellere Venus.

Jupiter versinkt nun zunehmend in der Abenddämmerung und wird zur Monatsmitte unsichtbar.

Saturn zieht zusammen mit der Sonne über den Himmel und ist somit nachts nicht zu sehen.

Uranus im Widder geht jetzt vor Mitternacht unter, kann in der ersten Nachthälfte aber noch beobachtet werden. Am 7.2. zieht der zunehmende Halbmond an Uranus vorbei.

Neptun beendet seine Beobachtungsperiode, er verabschiedet sich am Abendhimmel.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Tonga Vulkan Eruption in Rotheul messbar! Druckwelle nach Vulkanausbruch in Tonga in Thüringen und Bayern messbar

Nach dem Ausbruch des unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreiches Tonga in der Südsee wurde an zahlreichen Wetterstationen weltweit ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet. Auch in Rotheul, an der Wetterstation der Sternwarte, konnte die Druckwelle gemessen werden. Hier waren es 1 hPa ( 1027,6 hPa-> 1028,6 hPa) gemessen in 20min ( 20:05 Uhr -> 20:25 Uhr)

Der Ausbruch eines Unterwasservulkans im Südpazifik hat nach Auskunft von Wetter Online, einem weltweit tätigen meteorologischen Dienstleister, zu einer Schockwelle geführt, die auf der ganzen Welt messbar war. An zahlreichen Wetterstationen wurde am Samstagabend ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet.

Nach Explosion: Luftdruckanstieg in Garching bei München, wie auch in Rotheul-Thüringen

Auch in Deutschland waren die Auswirkungen der gewaltigen Explosion messbar. In Berlin, so Wetter Online, sei der Luftdruck innerhalb von 20 Minuten schlagartig von 1.027,4 hPa (Hektopascal) auf 1.028,2 hPa angestiegen. Ein Plus von knapp 0,8 hPa. Auch in Garching bei München konnte laut einer Twitter-Nachricht kurzfristig ein kräftiger Luftdrucksprung verzeichnet werden.

In Rotheul zeigten die Messwerte der Wetterstation der Sternwarte Rotheul in 20 min eine Luftdruckänderung von 1 hPa (1027,6 hPA -> 1028,6 hPa) an.

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

(Quelle: BR24 Redaktion, Wetterstation-Sternwarte Rotheul)

Der Sternenhimmel im Dezember 2021

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Sternhimmel Dezember 2021

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Die Mondphasen im Dezember 2021

Die Planeten im Dezember 2021

Merkur zog Ende November an der Sonne vorbei. Ende Dezember taucht er tief über dem Südwesthorizont in der Abenddämmerung auf.

Venus ist Anfang Dezember maximal hell, steht am Abendhimmel aber weiterhin nah des Südwesthorizonts. Bis Ende Dezember wird sie fast von der Sonne eingeholt, ihre Sichtbarkeit endet somit.

Mars läuft von der Waage in den Skorpion. Ab Mitte Dezember taucht der rote Planet am südöstlichen Morgenhimmel auf.

Jupiter wechselt vom Steinbock in den Wassermann, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Saturn im Steinbock steht zwischen Venus und Jupiter; diese drei Planeten schmücken den frühen Abendhimmel über dem südwestlichen Horizont.

Uranus im Widder passiert jetzt in den späten Abendstunden den Meridian, noch kann man ihn bequem beobachten.

Neptun im Wassermann hat seine Oppositionszeit nun hinter sich, man sollte ihn aufsuchen, sobald es richtig dunkel ist.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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November – der Monat der Sternschnuppen

Im November sind drei größere Meteor-Schwärme aktiv, darunter einer, der gelegentlich für ein wahres Feuerwerk sorgt. Gleich in den ersten Novembernächten geht es los, mit den letzten Orioniden und den Tauriden, die bis zur Monatsmitte große Leuchtkugeln schicken. Kurz darauf stürmen Sternschnuppen aus dem Löwen (Leoniden) übers Firmament. Vom 6. November bis zum Monatsende. (siehe Sternkarte) Allerdings zu einer etwas unbequemen Uhrzeit. Höhepunkt der Leoniden für Frühaufsteher.Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden in der Nacht auf den 17. November – in diesem Jahr allerdings leider erst morgens nach Sonnenaufgang. Nicht nur deshalb ist es in diesem Jahr günstig, am frühen Morgen auf Sternschnuppen-Jagd zu gehen. Der Mond stört vorher.

Leuchtet hell im dunklen Nachthimmel – Der Lichtschweif könnte der Auslöser für den mysteriösen Knall am vergangenen Samstag gewesen sein.
Die Aufnahme stammt von der Allsky-Kamera in Henry Bolgehns Sternwarte. Foto: Henry Bolgehn

Quelle: VdS, BR, Sternwarte Rotheul

Der Sternenhimmel im November 2021

Sternhimmel in Nov. 21

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen. Für Planetenbeobachter bieten sich im November die fernen Gasplaneten Neptun im Wassermann und Uranus im Widder an.

Die Mondphasen im November 2021

Die Planeten im November 2021

Merkur kann man noch in den ersten Tagen des Monats morgens ab 6 Uhr über dem Osthorizont aufsuchen.

Venus läuft jetzt durch den Schützen, sie ist Abendstern tief am Südwesthimmel.

Mars wechselt von der Jungfrau in die Waage, hat sich aber noch nicht weit genug von der Sonne entfernt, um wieder am Morgenhimmel aufzutauchen.

Jupiter im Steinbock ist Planet des Abendhimmels, man findet ihn tief im Südwesten.

Saturn, ebenfalls im Steinbock, geht früher als Jupiter unter – der Ringplanet verabschiedet sich langsam.

Uranus im Widder erreicht am 5. seine Oppositionsstellung. Der ferne Planet steht die ganze Nacht über dem Horizont – beste Beobachtungsperiode für dieses Jahr.

Neptun im Wassermann beendet seine Oppositionszeit, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Oktober 2021

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder SteinbockWassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen. Weiter nach Westen leuchten Jupiter und Saturn im Steinbock.

Die Mondphasen im Oktober 2021

Die Planeten im Oktober 2021

Merkur zeigt sich Ende Oktober über dem Osthorizont am Morgenhimmel. Am besten wird man ihn um den 27. gegen 6 Uhr sehen.

Venus zieht ihre Bahn von der Waage in den Skorpion, Mitte Oktober läuft sie an Antares vorbei. Der Abendstern zeigt sich tief im Süden in der Abenddämmerung.

Mars erreicht Anfang Oktober seine Konjunktion mit der Sonne – der rote Planet ist nachts weiterhin nicht sichtbar.

Jupiter beendet Mitte Oktober seine diesjährige Oppositionsperiode, man findet ihn am Abendhimmel tief über dem südwestlichen Horizont.

Saturn geht Jupiter etwas voraus, auch der Ringplanet ist ein Objekt für die Stunden nach Sonnenuntergang.

Uranus im Widder wird Anfang November seine diesjährige Oppositionsstellung einnehmen – jetzt beginnt die beste Zeit, um den lichtschwachen, grünlichen Planeten aufzusuchen.

Neptun im Wassermann hat seine Opposition gerade hinter sich, ihn kann man nun gut in der ersten Nachthälfte beobachten.

Quelle: Sternfreunde.de

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Sternhimmel im September 2021

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchten die Planeten Saturn und Jupiter.

Die Mondphasen im September 2021

Die Planeten im September 2021

Merkur erreicht am 14. eine größte östliche Elongation. Da er südlicher als die Sonne steht, ergibt sich aber keine Abendsichtbarkeit.

Venus wandert von der Jungfrau in die Waage – sie strebt weiter nach Süden und kann ihren Auftritt am Abendhimmel daher kaum ausbauen.

Mars wird bis Ende September fast von der Sonne eingeholt; nachts sucht man ihn vergeblich.

Jupiter ist in den Wochen nach seiner Opposition immer noch sehr gut zu im Steinbock zu beobachten.

Saturn findet man nicht weit von Jupiter entfernt, auch der Ringplanet hält sich derzeit im Steinbock auf.

Uranus im Widder findet man nun auch auf unserer Sternkarte. Zur Beobachtung ist aber mindestens ein Fernglas nötig.

Neptun im Wassermann nimmt am 14. seine diesjährige Oppositionsstellung ein, jetzt ist der ferne blaue Planet am besten zu sehen.

Der Sternenhimmel im August 2021

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Süden, in den Sternbildern Steinbock und Wassermann, machen Saturn und Jupiter auf sich aufmerksam.

Die Nacht der Sternschnuppen

Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Die besten Sternschnuppennächte sind vom 11. bis 13. August zu erwarten – das ist nur wenige Tage nach Neumond, daher wird in diesem Jahr der Mond das Schauspiel der Sternschnuppen nicht stören. Besser geht es kaum!

Die Mondphasen im August 2021

Die Planeten im August 2021

Merkur macht eine weitere Runde um die Sonne, entfernt sich von ihr bis Ende August östlich, eine Abendsichtbarkeit ergibt sich aber nicht.

Venus leuchtet in der Dämmerung über dem westlichen Horizont, bleibt aber unauffällig.

Mars steht zu nah an der Sonne, um nachts sichtbar zu sein.

Jupiter wechselt auf seiner rückläufigen Bahn noch einmal vom Wassermann in den Steinbock. Am 20. August erreicht er seine diesjährige Opposition – beste Beobachtungsbedingungen, wenn nur die südliche Lage nicht wäre.

Saturn im Steinbock steht bereits am 2. August in Opposition zur Sonne, ist also die ganze Nacht zu sehen.

Uranus im Widder beginnt Ende August seine diesjährige Oppositionsperiode, er geht jetzt vor Mitternacht auf.

Neptun im Wassermann geht bereits in den Abendstunden auf. Mitte September wird er in Opposition stehen.

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Quelle: VdS

Der Sternhimmel im Juli 2021

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Über dem Südosthorizont ist der Planet Saturn gerade aufgegangen.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Mondphasen im Juli 2021

Die Planeten im Juli 2021

Merkur steht westlich der Sonne und somit derzeit südlicher. Seine Morgensichtbarkeit Anfang Juli ist daher nur von Orten im Mittelmeerraum oder südlicher zu verfolgen.

Venus ist am Abendhimmel zu sehen, wegen ihrer südlichen Stellung aber nicht besonders auffällig.

Mars hat seine Sichtbarkeit beendet, er bleibt nun für einige Monate im Glanz der Sonne verborgen.

Jupiter im Wassermann wird Ende August in Opposition stehen; noch ist er ein Objekt der zweiten Nachthälfte.

Saturn im Steinbock wird Anfang August in Opposition zur Sonne stehen. Sobald es dunkel genug ist, kann man ihn über dem südöstlichen Horizont aufsuchen.

Uranus im Widder taucht jetzt wieder in der zweiten Nachthälfte auf, Beobachtungen sind zum Ende der dunklen Nacht sinnvoll.

Neptun im Wassermann sucht man am besten in der Stunde nach Mitternacht auf.

Quelle: VdS-sternfreunde.de

Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, über DEUTSCHLAND

Am Donnerstag, den 10. Juni, zieht der Mond zur Mittagszeit vor der Sonnenscheibe vorbei – es findet eine Sonnenfinsternis statt. Das Ereignis dauert rund zwei Stunden und kann bei klarem Himmel in Deutschland und anderen Ländern gesehen werden. Die Finsternis wird von der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und der Vereinigung der Sternfreunde per moderiertem Livestream im Internet übertragen.

Beobachtungszeiten der SOFI 2021 – Beobachtungsort Rotheul/Sonneberg:

Beginn:11:34 Uhr
Maximum:12:32 Uhr
Ende:13:31 Uhr

Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist über Mitteleuropa wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Der Mond wird am 10. Juni in Norddeutschland rund 20 Prozent der Sonnenscheibe bedecken, in Süddeutschland sind es nur sechs Prozent, in Österreich und der Schweiz noch etwas weniger. Der Mondschatten läuft von West nach Ost, daher beginnt die Finsternis in Aachen bereits um 11:21 Uhr, in Braunschweig um 11:30 Uhr und in Frankfurt/Oder erst um 11:40 Uhr. Eine Stunde nach Beginn tritt die maximale Bedeckung ein, eine weitere Stunde später geht die Finsternis zu Ende.

Fotos: Sternwarte Rotheul SOFI2015
Sofi 2015 in Rotheul

Beste Bedingungen zur Mittagspause

Das Maximum der Sonnenfinsternis findet im Westen Deutschlands gegen 12:20 und im Osten um 12:40 Uhr statt. So kann jeder während seiner Mittagspause oder in einer Schulpause einen Blick zur Sonne werfen und die „angeknabberte Sonne“ bestaunen. Dazu muss man auf jeden Fall eine sichere Sonnenfinsternisbrille verwenden, denn alle anderen Hilfsmittel dämpfen das Sonnenlicht nicht ausreichend, bleibende Augenschäden wären die Folge. Am besten besorgt man sich schon jetzt eine sogenannte Sonnenfinsternisbrille, die für wenige Euro im Handel erhältlich ist. Es gibt auch einfache und sichere Alternativen, wie die Projektion mit einer Lochkamera auf ein Blatt Papier.

Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni von Mitteleuropa aus gesehen. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Globaler Verlauf der Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Zur SOFi 2015 an der Sternwarte Rotheul

Warum sind Sonnenfinsternisse so selten?

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond eintreten, wenn der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht. Doch durch die Neigung der Mondbahn zieht er meist weit über- oder unterhalb der Sonne vorbei. Damit der Mond die Sonne trifft, muss er bei Neumond auch die scheinbare Sonnenbahn am Himmel kreuzen. Die Kombination beider Stellungen führt dazu, dass pro Jahr maximal nur zwei bis vier Sonnenfinsternisse irgendwo auf der Erde stattfinden. Die Sonne muss während der Finsternis außerdem über dem lokalen Horizont stehen, und so kommt es, dass von einem Ort aus nur alle paar Jahre eine Sonnenfinsternis zu sehen ist. Die nächste von Mitteleuropa aus sichtbare wird übrigens schon am 25. Oktober 2022 stattfinden.

Oben: bei einer totalen Sonnenfinsternis erreicht der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche. Abseits des Kernschattens ist eine partielle Finsternis zu sehen. Unten: bei einer ringförmigen Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, sein Kernschatten erreicht die Erdoberfläche nicht. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.

Live dabei mit Bildern aus aller Welt

Sofern es die Einschränkungen der Corona-Pandemie Anfang Juni zulassen und das Wetter einen Blick auf die Sonne erlaubt, werden manche Sternwarten, Planetarien und Science Center zur Beobachtung der Finsternis mit dem Teleskop einladen. Doch man kann die Sonnenfinsternis auch bequem am Bildschirm erleben:

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien streamt das Ereignis von 11:15 bis 13:15 Uhr live auf dem Youtube-Kanal der Stiftung Planetarium Berlin, die Vereinigung der Sternfreunde verteilt über Twitter und Facebook unter dem Hashtag #sofi2021 aktuelle Fotos der Sonnenfinsternis. Dabei ist nicht nur die Silhouette des Mondes spannend, vielleicht zeigen sich auf der Sonne auch dunkle Flecken oder gewaltige Eruptionen, die sich in den Stunden der Finsternis verändern.

Informationen für Schulen sind in diesem Informationsblatt zusammengefasst: Herunterladen

Kontakte:

Michael Schomann
Vereinigung der Sternfreunde
Telefon: +49 / (0) 151 525 744 01
E-Mail: michael.schomann@sternfreunde.de

Dr. Björn Voss
Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien
Tel.: +49 / (0251) 591 6026
E-Mail: bjoern.voss@gdp-planetarium.org

Dr. Carolin Liefke
Haus der Astronomie
E-Mail: liefke@hda-hd.de

Quelle: Sternfreunde.de, VdS

Der Sternenhimmel im Juni 2021

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Am 10. Juni findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die von Mitteleuropa aus als partielle Finsternis zu beobachten ist. Im Norden beträgt der Bedeckungsgrad rund 20 Prozent, im Süden weniger als fünf Prozent. Das Maximum findet um 12:42 Uhr MESZ statt.

Die Mondphasen im Juni 2021

Die Planeten im Juni 2021

Merkur hat seine Abendsichtbarkeit beendet und steht am 11. neben der Sonne – er ist im Juni nicht sichtbar.

Venus ist Abendstern, tut sich aber noch schwer damit, sich am Nordwesthimmel gegen die Dämmerung durchzusetzen.

Mars ist nach vielen Monaten nicht mehr auf der Sternkarte zu sehen, er zieht sich vom Abendhimmel zurück. Wie lange wird man ihn noch über dem Westhorizont beobachten können?

Jupiter beginnt Ende Juni mit seiner diesjährigen Oppositionsperiode, er ist (nach dem Mond) das hellste Gestirn in der Nacht und geht bald nach Mitternacht auf.

Saturn geht jetzt schon vor Mitternacht auf, er ist wegen der späten Dämmerung ein Planet der gesamten (dunklen) Nacht.

Uranus im Widder ist zu lichtschwach, um sich wieder in der Morgendämmerung bemerkbar zu machen.

Neptun im Wassermann startet zwar Ende Juni seine Oppositionsperiode, ist aber noch kein lohnendes Objekt.