Der Sternenhimmel im Dezember 2022

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Jupiter und Neptun neigen sich im Südwesten ihrem Untergang entgegen. Die Nacht gehört nun ganz dem hellen Mars im Stier. Uranus versteckt sich zwischen dem Widder und dem Kopf des Meeresungeheuers Cetus, das bei uns unglücklich übersetzt „Walfisch“ genannt wird.

Die Mondphasen im Dezember 2022

Die Planeten im Dezember 2022

Merkur taucht Ende Dezember noch einmal am Abendhimmel auf. Eine auffällige Erscheinung ist der sonnnächste Planet dann aber nicht. In den Weihnachtstagen kann man ab 17 Uhr versuchen, Merkur über dem südwestlichen Horizont aufzufinden, am besten mit einem Fernglas.

Venus wird ebenfalls am Abendhimmel sichtbar und steht nicht weit von Merkur entfernt. Zunächst tiefer angesiedelt, überholt sie Merkur bis Jahresende. Merkur steht erst oberhalb und dann rechts von Venus, beide Planeten passen zusammen in ein Fernglas-Gesichtsfeld.

Mars strahlt im Dezember besonders hell. Am 8.12. nimmt der rote Planet seine Oppositionsstellung im Sternbild Stier ein. Bis zum Jahresende nimmt seine Helligkeit aber wieder merklich ab. Mit etwas mehr als 17 Bogensekunden Durchmesser ist Mars diesmal nur mittelgroß, doch er steht sehr hoch am Himmel, wo das Flimmern der Luft die Sicht weniger beeinträchtigt. Genau am Tag der Opposition, also am 8.12., wird Mars außerdem vom Vollmond bedeckt. Das Ereignis findet bereits in den Morgenstunden statt. Zum Eintritt kurz nach 6 Uhr stehen Mars und Mond noch gut 20 Grad über dem Westhorizont, beim Austritt um 7 Uhr sind es nur noch 11 Grad.

Jupiter leuchtet gleich zu Beginn der Nacht als hellstes Objekt am Südhimmel. Der größte Planet des Sonnensystems geht dann gegen Mitternacht unter.

Saturn wird zum Objekt für die ersten Abendstunden, der Ringplanet versinkt bald unter dem südwestlichen Horizont. Dabei läuft ihm Venus entgegen, am 22. Januar 2023 werden sich die beiden in geringem Abstand begegnen.

Uranus ist einen Monat nach seiner Opposition noch die ganze Nacht am Himmel vertreten. Am Abend des 5.12. kommt es zur zweiten Bedeckung von Uranus durch den Mond in diesem Jahr. Kurz nach 17 Uhr wird Uranus vom dunklen Rand des fast vollen Mondes bedeckt, etwa 20 Minuten später taucht der Planet am hellen Mondrand wieder auf – wenn man ihn im gleißenden Mondlicht denn überhaupt erkennen kann.

Neptun im Wassermann kann noch in den Abendstunden beobachtet werden, wie bei Jupiter verkürzt sich sein Aufenthalt am Abendhimmel aber zunehmend.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im November 2022

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen.

Im Südwesten geht Saturn im Steinbock jetzt bald unter. Deutlich höher und viel heller leuchtet Jupiter im Gebiet der Sternbilder Fische, Walfisch und Wassermann. Nicht weit vom ihm entfernt steht Neptun, der lichtschwächste der Planeten. Hoch am südöstlichen Himmel strahlt Mars im Stier. Auf dem Weg von Jupiter zu Mars trifft man auf Uranus, für dessen Beobachtung man mindestens ein Fernglas benötigt. Somit sind derzeit alle fünf äußeren Planeten zu sehen.

Die Mondphasen im November 2022

Die Planeten im November 2022

Merkur hält sich im November am Taghimmel auf und ist nachts folglich nicht zu sehen.

Venus entfernt sich nur zögerlich von der Sonne, auch sie bleibt im hellen Teil des Himmels verborgen.

Mars ist jetzt so gut wie die ganze Nacht hindurch zu sehen. Der rote Planet zieht weiterhin seine Bahn im Stier, seine Helligkeit macht dem weiter südwestlich stehenden Jupiter fast Konkurrenz. Der Mars-Durchmesser steigt auf etwas mehr als 17 Bogensekunden an – viel größer wird Mars nun nicht mehr werden.

Jupiter entwickelt sich zum Planeten der ersten Nachthälfte. Man kann mit der Beobachtung beginnen, sobald es abends dunkel genug ist.

Saturn ist die Vorspeise für eine lange Nacht der Planeten. Er geht in den späteren Abendstunden im Südwesten unter.

Uranus hat im Oktober seine Glanzzeit, was man bei einer Helligkeit von 5,6 mag nicht allzu wörtlich nehmen darf. Unter sehr dunklem Himmel kann man Uranus aber durchaus mit bloßem Auge sehen, ansonsten zeigt ihn jedes Fernglas. Dazu hat man auch die ganze Nacht Zeit.

Neptun befindet sich ein Stück westlich von Jupiter, auch er ist ein Objekt für die erste Nachthälfte.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Oktober 2022

10-22

Am 1. Oktober 2022 laden Sternwarten und Sternfreunde zum jährlichen „Astronomietag“ ein. Mehr dazu unter www.astronomietag.de.

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder SteinbockWassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen.

Rechts oberhalb davon leuchtet Saturn um Steinbock, links der Mittagslinie glänzt Jupiter in den Fischen. Weit im Nordosten ist gerade Mars im Sternbild Stier aufgegangen.

Am 25. Oktober findet eine partielle Sonnenfinsternis statt; der Neumond bedeckt einen Teil der hellen Sonnenscheibe. Die Finsternis beginnt je nach Ort um kurz nach 11 Uhr MESZ und dauert rund zwei Stunden. Je weiter nordöstlich man sich befindet, desto mehr wird die Sonne vom Mond bedeckt. So sind es auf Rügen gut 35%, im Südwesten weniger als 20%. Bitte beobachten Sie die Sonnenfinsternis nur mit einer dazu geeigneten Sonnenfinsternisbrille oder besuchen eine Volkssternwarte!

Die Mondphasen im Oktober 2022

Die Planeten im Oktober 2022

Merkur zeigt sich im Oktober am Morgenhimmel. Sofort zu Monatsbeginn kann man gegen 6:30 Uhr MESZ sein Glück über dem Osthorizont versuchen. Die beste Sichtbarkeit erlangt Merkur in den Tagen um den 12.10. Eine Woche später verabschiedet sich Merkur wieder in der hellen Dämmerung.

Venus wird im Oktober von der Sonne eingeholt und ist daher weder morgens noch abends zu sehen.

Mars läutet Ende Oktober seine Oppositionsperiode ein. Er geht in den späteren Abendstunden über dem Osthorizont auf und erreicht morgens den Meridian. Die Helligkeit des roten Planeten nimmt weiter zu, sein Durchmesser übertrifft Ende Oktober das Maß von 15 Bogensekunden.

Jupiter stand Ende September in Opposition und ist auch im Oktober außer in den frühen Morgenstunden noch die ganze Nacht zu sehen. Zusammen mit der deutlich früher einsetzenden Dunkelheit bieten sich dem Beobachter weiterhin optimale Bedingungen.

Saturn im Steinbock beendet seine Oppositionszeit, er wird zum Planet der ersten Nachthälfte. Noch ist der Ringplanet aber ein Muss für jede Beobachtungsnacht.

Uranus im Widder pirscht sich an seinen Oppositionstermin Anfang November an. Der grünliche Planet ist daher bereits im Oktober fast die gesamte Nacht zu sehen.

Neptun hat seine Opposition Mitte September wie Saturn auch hinter sich, der blasse Planet wird zum Objekt für die erste Nachthälfte.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im September 2022

Sternhimmel 09-22

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchtet Saturn im Sternbild Steinbock, weiter östlich folgt ihm Jupiter in den Fischen.

Die Mondphasen im September 2022

Mondphasen

Die Planeten im September 2022

Merkur hatte Ende August seine größte östliche Elongation erreicht. Im September läuft er wieder auf die Sonne zu und erreicht sei am 23.9. Merkur bleibt somit unbeobachtbar.

Venus beendet ihre Zeit als Morgenstern, gegen Ende September wird man sie nicht mehr sehen können.

Mars zieht durch den Stier und wird weiter heller. Er geht jetzt deutlich vor Mitternacht auf und steht gegen Ende der dunklen Nacht nicht mehr weit vom Meridian entfernt. Sein Durchmesser wächst auf zwölf Bogensekunden an.

Jupiter kommt Ende September in Opposition und ist somit die ganze Nacht als hellster Planet am Firmament vertreten. Sein Durchmesser beträgt nun fast 50 Bogensekunden – ideale Bedingungen für Beobachter.

Saturn stand Mitte August in Opposition, der Ringplanet ist daher im September abends im Südosten bereits aufgegangen. Jetzt kann man ihn bequem ab den Abendstunden beobachten.

Uranus geht nun bereits in den frühen Abendstunden auf, etwa ab Mitternacht lohnt sich eine Beobachtung. Am 14./15.9. wird Uranus in der Zeit von 23 Uhr bis 0:20 Uhr MESZ vom Mond bedeckt!

Neptun erreicht Mitte September seine diesjährige Opposition zur Sonne. Der ferne Planet steht derzeit im Wassermann.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im August 2022

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Südosten, im Sternbild Steinbock, macht Saturn auf sich aufmerksam. Über dem Osthorizont ist Jupiter gerade aufgegangen.

Die Nacht der Sternschnuppen
Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Die beste Sternschnuppennacht ist vom 12. auf den 13. August zu erwarten – leider hellt der Vollmond den Himmel dann sehr auf.

Die Mondphasen im August 2022

Die Planeten im August 2022

Venus ist morgens noch für etwas eine halbe Stunde in der Dämmerung zu sehen. Der Planet ist jetzt zu 97% von der Sonne beleuchtet, erscheint daher im Fernrohr fast als volle Scheibe.

Mars wird nun deutlich heller. Er zieht vom Widder in den Stier und steht zum Ende der dunklen Nacht bereits mehr als 30 Grad über dem Osthorizont. Der Durchmesser des roten Planeten überquert die 10-Bogensekunden-Marke: bei den Planetenbeobachtern schrillen daher die Alarmglocken.

Jupiter stellt Mars, was Helligkeit und Durchmesser betrifft, deutlich in den Schatten. Der Riesenplanet geht nun schon vor Mitternacht auf und steht zum Ende der dunklen Nacht halbhoch im Süden. Am Morgen des 15.8. leuchtet der noch fast volle Mond nahe Jupiter.

Saturn nimmt am 14.8. von der Erde aus gesehen seine Position genau gegenüber der Sonne ein. Der Ringplanet erreicht somit seine diesjährige Oppositionsstellung, geht abends auf, steht zu Mitternacht im Süden und sinkt morgens wieder unter den Horizont. Aufgrund seiner Position im Steinbock erreicht Saturn leider weiterhin keine große Höhe über dem Horizont.

Uranus läutet mit seinem Stillstand im Widder bereits die Oppositionsperiode ein, er geht aber erst gegen Mitternacht auf und ist ein Objekt für die noch dunklen Morgenstunden.

Neptun wechselt durch seine derzeit rückläufige Bewegung von den Fischen in den Wassermann. Der blasse, bläuliche Planet geht vor Mitternacht auf und wird im September seine diesjährige Opposition einnehmen.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Juli 2022

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Über dem Südosthorizont ist der Planet Saturn gerade aufgegangen.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Mondphasen im Juli 2022

Die Planeten im Juli 2022

Merkur turnt Mitte Juli wieder einmal an der Sonne vorbei; ein Schauspiel, das uns leider verborgen bleibt.

Venus hält sich wacker am Morgenhimmel über dem nordöstlichen Horizont. Im Teleskop ist Venus nun fast kugelrund, aber nur elf Bogensekunden groß.

Mars lässt die Fische hinter sich und entert den Widder. Der rote Planet ist in der zweiten Nachthälfte zu sehen, erreicht bis Ende Juli fast die 0. Größe, misst aber nur acht Bogensekunden.

Jupiter glänzt in der Zeit nach Mitternacht über dem östlichen Horizont, bis zur Morgendämmerung hat er fast den Meridian erreicht. Für Teleskopbeobachtungen ist er schon jetzt ein dankbares Objekt.

Saturn steuert auf seine Oppositionszeit Mitte August zu. Der Ringplanet steht im Steinbock und passiert in der zweiten Nachthälfte der Meridian.

Uranus schält sich langsam, aber sicher aus der hellen Morgendämmerung. Eine Beobachtung im Juli ist trotzdem ein sportliches Unterfangen. Ende Juli nähert sich Mars dem grünlichen Planeten.

Neptun findet sich ein Stück rechts von Jupiter, in den Fischen. Er ist ein Objekt für die Zeit nach Mitternacht.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Juni 2022

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Am 10. Juni findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt, die von Mitteleuropa aus als partielle Finsternis zu beobachten ist. Im Norden beträgt der Bedeckungsgrad rund 20 Prozent, im Süden weniger als fünf Prozent. Das Maximum findet um 12:42 Uhr MESZ statt.

Die Mondphasen im Juni 2022

Die Planeten im Juni 2022

Merkur entfernt sich bis Mitte Juni auf mehr als 23 Grad von der Sonne, ist von unseren Breiten aus aber nicht in der Abenddämmerung zu sehen.

Venus kann noch am Morgenhimmel gesehen werden, geht wie zu dieser Jahreszeit üblich aber sehr früh über dem Osthimmel auf. Am 26.6. findet man direkt über Venus die dünne Mondsichel.

Mars erklimmt in den Fischen zunehmend nördlichere Deklinationen, ihm geht am Morgenhimmel der deutlich hellere Jupiter voraus.

Jupiter erreicht in der Morgendämmerung jetzt eine Höhe von 20 Grad über dem Horizont, für ihn beginnt so langsam die Zeit der teleskopischen Beobachtung.

Saturn geht jetzt bald vor Mitternacht auf und steht morgens nicht mehr weit vom Meridian entfernt – die diesjährige Saison zur Beobachtung des Ringplaneten hat begonnen.

Uranus badet noch im Schein der Sonne, ist somit am dunklen Nachthimmel nicht zu sehen.

Neptun steht morgens noch etwas höher als Jupiter, kann ob seiner Lichtschwäche aber erst nach der Monatsmitte mit Erfolg aufgesucht werden.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Februar 2022

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Die Mondphasen im Februar 2022

Die Planeten im Februar 2022

Merkur war Anfang Januar am Abendhimmel zu sehen, dreht nun seine Runde um die Sonne und taucht ab Mitte Februar tief am morgendlichen Südosthimmel auf – sichtbar aber nur von Gegenden südlich 48 Grad nördlicher Breite.

Venus strahlt als Morgenstern über dem südöstlichen Horizont, bereits am 12.2. leuchtet sie mit größter Helligkeit. Im Fernglas oder Fernrohr kann man ihre Sichelgestalt erkennen.

Mars wandert durch den Schützen, der rote Planet ist am Morgenhimmel zu sehen. Über ihm leuchtet die deutlich hellere Venus.

Jupiter versinkt nun zunehmend in der Abenddämmerung und wird zur Monatsmitte unsichtbar.

Saturn zieht zusammen mit der Sonne über den Himmel und ist somit nachts nicht zu sehen.

Uranus im Widder geht jetzt vor Mitternacht unter, kann in der ersten Nachthälfte aber noch beobachtet werden. Am 7.2. zieht der zunehmende Halbmond an Uranus vorbei.

Neptun beendet seine Beobachtungsperiode, er verabschiedet sich am Abendhimmel.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Tonga Vulkan Eruption in Rotheul messbar! Druckwelle nach Vulkanausbruch in Tonga in Thüringen und Bayern messbar

Nach dem Ausbruch des unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreiches Tonga in der Südsee wurde an zahlreichen Wetterstationen weltweit ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet. Auch in Rotheul, an der Wetterstation der Sternwarte, konnte die Druckwelle gemessen werden. Hier waren es 1 hPa ( 1027,6 hPa-> 1028,6 hPa) gemessen in 20min ( 20:05 Uhr -> 20:25 Uhr)

Der Ausbruch eines Unterwasservulkans im Südpazifik hat nach Auskunft von Wetter Online, einem weltweit tätigen meteorologischen Dienstleister, zu einer Schockwelle geführt, die auf der ganzen Welt messbar war. An zahlreichen Wetterstationen wurde am Samstagabend ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet.

Nach Explosion: Luftdruckanstieg in Garching bei München, wie auch in Rotheul-Thüringen

Auch in Deutschland waren die Auswirkungen der gewaltigen Explosion messbar. In Berlin, so Wetter Online, sei der Luftdruck innerhalb von 20 Minuten schlagartig von 1.027,4 hPa (Hektopascal) auf 1.028,2 hPa angestiegen. Ein Plus von knapp 0,8 hPa. Auch in Garching bei München konnte laut einer Twitter-Nachricht kurzfristig ein kräftiger Luftdrucksprung verzeichnet werden.

In Rotheul zeigten die Messwerte der Wetterstation der Sternwarte Rotheul in 20 min eine Luftdruckänderung von 1 hPa (1027,6 hPA -> 1028,6 hPa) an.

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

(Quelle: BR24 Redaktion, Wetterstation-Sternwarte Rotheul)

Der Sternenhimmel im Dezember 2021

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Sternhimmel Dezember 2021

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Die Mondphasen im Dezember 2021

Die Planeten im Dezember 2021

Merkur zog Ende November an der Sonne vorbei. Ende Dezember taucht er tief über dem Südwesthorizont in der Abenddämmerung auf.

Venus ist Anfang Dezember maximal hell, steht am Abendhimmel aber weiterhin nah des Südwesthorizonts. Bis Ende Dezember wird sie fast von der Sonne eingeholt, ihre Sichtbarkeit endet somit.

Mars läuft von der Waage in den Skorpion. Ab Mitte Dezember taucht der rote Planet am südöstlichen Morgenhimmel auf.

Jupiter wechselt vom Steinbock in den Wassermann, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Saturn im Steinbock steht zwischen Venus und Jupiter; diese drei Planeten schmücken den frühen Abendhimmel über dem südwestlichen Horizont.

Uranus im Widder passiert jetzt in den späten Abendstunden den Meridian, noch kann man ihn bequem beobachten.

Neptun im Wassermann hat seine Oppositionszeit nun hinter sich, man sollte ihn aufsuchen, sobald es richtig dunkel ist.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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November – der Monat der Sternschnuppen

Im November sind drei größere Meteor-Schwärme aktiv, darunter einer, der gelegentlich für ein wahres Feuerwerk sorgt. Gleich in den ersten Novembernächten geht es los, mit den letzten Orioniden und den Tauriden, die bis zur Monatsmitte große Leuchtkugeln schicken. Kurz darauf stürmen Sternschnuppen aus dem Löwen (Leoniden) übers Firmament. Vom 6. November bis zum Monatsende. (siehe Sternkarte) Allerdings zu einer etwas unbequemen Uhrzeit. Höhepunkt der Leoniden für Frühaufsteher.Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden in der Nacht auf den 17. November – in diesem Jahr allerdings leider erst morgens nach Sonnenaufgang. Nicht nur deshalb ist es in diesem Jahr günstig, am frühen Morgen auf Sternschnuppen-Jagd zu gehen. Der Mond stört vorher.

Leuchtet hell im dunklen Nachthimmel – Der Lichtschweif könnte der Auslöser für den mysteriösen Knall am vergangenen Samstag gewesen sein.
Die Aufnahme stammt von der Allsky-Kamera in Henry Bolgehns Sternwarte. Foto: Henry Bolgehn

Quelle: VdS, BR, Sternwarte Rotheul