Der Sternenhimmel im Juni 2024

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Mondphasen im Juni 2024

Die Planeten im Juni 2024

Merkur steht am 14.6. in oberer Konjunktion mit der Sonne und ist somit nicht sichtbar.

Venus nimmt bereits am 4.6. ihre obere Konjunktion mit der Sonne ein.

Mars ist noch schüchtern, der rote Planet macht sich am Morgenhimmel nur zögerlich bemerkbar. Am 3.6. schaut der schmale, abnehmende Mond bei ihm vorbei.

Jupiter beginnt ab Mitte Juni mit seiner Rückkehr an den dunklen Himmel über dem morgendlichen Nordosthorizont. Am 4.6. rückt Jupiter mit Merkur zusammen (Abstand nur 7 Bogenminuten!), das Treffen findet aber nachmittags am Taghimmel statt.

Saturn kann in der zweiten, kurzen Nachthälfte über dem Südosthorizont beobachtet werden. Am 28.6. sieht man den abnehmenden Halbmond neben Saturn.

Uranus steht der Sonne noch zu nah und ist am dunklen Nachthimmel nicht zu sehen.

Neptun kann Ende am Morgenhimmel aufgesucht werden, einen guten Grund dafür gibt es aber nicht.

Quelle: VdS

Polarlichter über unserer Sternwarte in Südthüringen

Eine schwere Welle elektrischer Aktivität hat heute die Sonne verlassen. Jetzt trifft sie unser Erdmagnetfeld und erzeugt bunte Polarlichter auf unseren Breiten. Der Himmel brennt!

Dies ist ein außergewöhnliches Gebiet mit Sonneneruptionen, mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 80.000 Meilen, einem maximalen Durchmesser von 140.000 Meilen, mehr als dem 16-fachen des Erddurchmessers.

Am 12. Mai -> Mond bei Pollux und Castor

Liebe Sternfreunde,

im Frühjahr steht der zunehmende Mond hoch am Himmel, weil er den nördlichen Teil der Ekliptik durchläuft, das ist der Bereich zwischen Stier und Krebs. Deshalb kann der Mond hoch am Abendhimmel aufgesucht werden. Um seine Kraterwelt zu bewundern, muss es nicht völlig dunkel sein. Am Abend des 12. Mai steht er nahe den Hauptsternen der Zwillinge, ein schöner Anblick.

Im Laufe der Nacht nähert er sich dem 5-mag-Stern 76 Geminorum an, den er gegen 1 Uhr bedeckt, das ist dann schon der 13. Mai. Leider stehen die beiden dann schon recht niedrig, hier für Leipzig 8 Grad über dem Horizont. Für diese Beobachtung benötigt man ein Fernglas.

Quelle: Sternfreunde.de von Uwe Pilz der VdS

Der Sternenhimmel im April 2024

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner LöweJagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Die Mondphasen im April 2024

Die Planeten im April 2024

Merkur hatte seine Glanzzeit im März, diesen Monat badet er mal wieder im Licht der Sonne.

Venus hat ihren Abstand zur Sonne nun so weit verringert, dass sie ähnlich wie Merkur vom Licht des Tagesgestirns überstrahlt wird.

Mars vergrößert seinen Winkelabstand von der Sonne bis Ende April auf 40 Grad, macht sich wegen der südlicheren Position aber trotzdem nicht am Morgenhimmel bemerkbar. Die Begegnung mit Saturn am 10./11.4. (Abstand rund 0,5 Grad) wird wohl ein Ereignis auf dem Bildschirm des Planetariumsprogramms bleiben.

Jupiter nimmt im April die ehrenvolle Aufgabe des hellen Planeten in der Abenddämmerung ein. Das ergibt am 10.4. die Gelegenheit, direkt neben Jupiter die schmale Mondsichel zu sehen. Als Extrabonus steht Uranus knapp über Jupiter. Das ist auch ein tolles Fotomotiv.

Saturn im Wassermann können wir im April noch einmal vom Beobachtungsplan streichen.

Uranus im Widder verabschiedet sich im April vom Abendhimmel und taucht in den hellen Bereich neben der Sonne ein. Am 20.4. zieht Jupiter in 0,5 Grad Abstand an Uranus vorbei – eine echte Beobachtungsherausforderung tief über dem Nordwesthorizont.

Neptun in den Fischen stand Mitte März zusammen mit der Sonne am Taghimmel und taucht im April nachts noch nicht wieder auf.

Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS)

Der Sternenhimmel im März 2024

Der Sternenhimmel im März bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von OrionGroßer HundKleiner HundZwillingeFuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Die Mondphasen im März 2024

Die Planeten im März 2024

Merkur zeigt sich ab Mitte März am Abendhimmel über dem Westhorizont. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 21.3. gegen 19:30 Uhr – optimale Bedingungen, um den sonnennahen Planeten aufzusuchen! Sportliche Herausforderung: am 11.3. die sehr schmale Mondsichel und den rund sieben Grad tiefer stehenden Merkur im Fernglas ausmachen.

Venus verblasst nun in der Morgendämmerung, die Begegnung mit Saturn am 22.3. ist ein Fall für Spezialisten.

Mars entfernt sich im Laufe des März zunehmend von der Sonne, steht aber deutlich tiefer und taucht daher noch nicht am Morgenhimmel auf.

Jupiter ist noch auffälliger Planet am Abendhimmel, doch seine Sichtbarkeitsperiode neigt sich nun dem Ende entgegen. Am 13.3. kann man noch einmal das Duo Jupiter und zunehmende Mondsichel bewundern.

Saturn stand Ende Februar in Konjunktion mit der Sonne und taucht im März noch nicht wieder am Morgenhimmel auf. Die Begegnung mit Venus am 22.3. (Abstand 0,5 Grad) ist bei sehr guter Durchsicht einen Versuch am Taghimmel wert.

Uranus zieht weiterhin im Widder seine Bahn, ist abends aber nur noch für wenige Stunden zu sehen.

Neptun nimmt am 17.3. seine Konjunktionsstellung mit der Sonne ein, der ferne Planet ist unbeobachtbar.

Der Sternenhimmel im Februar 2024

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Am Westhimmel zieht der helle Jupiter weiter die Blicke auf sich, während man für den benachbarten Uranus mindestens ein Fernglas zur Beobachtung benötigt.

Die Mondphasen im Februar 2024

Die Planeten im Februar 2024

Merkur erreicht am 28.2. seine obere Konjunktion mit der Sonne und ist somit nachts nicht zu sehen. Am gleichen Tag steht Saturn ebenfalls in Konjunktion, die Planeten sind nachmittags nur 12 Bogenminuten voneinander entfernt – was bei einem Abstand zur Sonne von nur 1,4 Grad nicht beobachtbar ist. In den Aufnahmen des Satelliten SOHO wird man die Begegnung von Merkur und Saturn aber verfolgen können (https://soho.nascom.nasa.gov/data/realtime/c3/512/).

Venus zieht sich vom Morgenhimmel. Noch kann man sie in der frühen Morgendämmerung tief über dem südöstlichen Horizont sehen. Die Begegnung mit dem nur 1,3 mag hellen Mars am 22.2. zu verfolgen wird eine Herausforderung.

Mars hat sich von der Sonne noch nicht weit genug entfernt, um am Morgenhimmel aufzutauchen. Bei seiner Begegnung mit Venus am 22.2. wird der rote Planet auch im Fernglas kaum zu erkennen sein.

Jupiter im Widder ist der hellste Planet des Abendhimmels. Er geht nun zunehmend früher unter. Am 14.2. steht der zunehmende Mond unter ihm und am 15.2. oberhalb von Jupiter.

Saturn im Wassermann steuert auf seine Konjunktion mit der Sonne am 28.2. zu, er ist in der Abenddämmerung nicht mehr auszumachen.

Uranus im Widder geht vor Mitternacht unter, kann in der ersten Nachthälfte aber noch beobachtet werden. Am Abend des 15.2. begegnet ihm die zunehmende Mondsichel.

Neptun beendet seine Beobachtungsperiode, er verabschiedet sich am Abendhimmel.

Der Sternenhimmel im Januar 2024

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22:00 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Im Gebiet der Sternbilder Widder/Walfisch/Fische leuchtet strahlend hell Jupiter, nebenan im Stier verbirgt sich der lichtschwache Uranus.

Die Mondphasen im Januar 2024

Die Planeten im Januar 2024

Merkur zeigt sich zu Jahresbeginn am Morgenhimmel über dem Südosthorizont. Beste Beobachtungszeit ist vom 5. bis zum 12. Januar gegen 7 Uhr.

Venus leuchtet weiterhin am Morgenhimmel, verringert jedoch ihren Abstand zur Sonne und durchstreift den südlichen Teil der Ekliptik, so dass sich ihre Sichtbarkeit deutlich verkürzt. Am 9.1. kann man sie zusammen mit Merkur und der tief stehenden, abnehmenden Mondsichel sehen.

Mars hat gerade seine Konjunktion mit der Sonne hinter sich und macht sich am Morgenhimmel noch nicht bemerkbar. Seine nächste Opposition wird am 16.2.2025 erreichen.

Jupiter ist noch ein auffälliges Objekt am südwestlichen Abendhimmel. Am 18.1. begegnet ihm abends der zunehmende Halbmond. Bis zum 18. Mai wird er von der Sonne eingeholt, seine diesjährige Opposition findet am 7. Dezember statt.

Saturn im Wassermann geht abends deutlich früher als Jupiter unter, Ende Januar verschwindet der Ringplanet in der hellen Abenddämmerung. Am 14. wird er von der zunehmenden Mondsichel besucht. Saturn steht bereits am 28. Februar in Konjunktion mit der Sonne und am 8. September in Opposition.

Uranus im Widder ist ein Objekt der ersten Nachthälfte. Am 19.1. zieht der zunehmende Mond an ihm vorbei. Am 13. Mai wird er mit der Sonne in Konjunktion stehen und am 17. November seine Oppositionsstellung einnehmen.

Neptun in den Fischen zieht sich vom Abendhimmel zurück. Am 15.1. steht der zunehmende Mond unter ihm. Der lichtschwache Planet kommt am 17. März in Konjunktion und am 21. September in Opposition mit der Sonne.

Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS)

Der Sternenhimmel im November 2023

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen.

Im Südwesten geht Saturn im Wassermann jetzt bald unter. Ihm folgt mit einigem Abstand Neptun. Deutlich höher und viel heller leuchtet Jupiter im Gebiet der Sternbilder Walfisch und Widder. Nicht weit vom ihm entfernt steht Uranus.

Die Mondphasen im November 2023

Die Planeten im November 2023

Merkur taucht im November nicht an unserem Nachthimmel auf.

Venus ist strahlender Morgenstern. Sie folgt der Sonne in südlichere Regionen des Tierkreises. Am 9. November bedeckt der Mond die Venus – leider am Vormittag, was bei klarem Himmel im Fernglas oder Fernrohr trotzdem zu sehen sein wird. Die Bedeckung beginnt je nach Ort zwischen 10:45 und kurz nach 11 Uhr. Um 12 Uhr oder einige Minuten danach taucht Venus wieder rechts neben dem Mond auf.

Mars wird am 18.11. endlich von der Sonne eingeholt. Dabei wird er sogar von der Sonne bedeckt, was wir Hobbyastronomen freilich nicht beobachten können.

Jupiter steht genau gegenüber von Sonne und Mars, er nimmt am 3.11. seine Gegenüberstellung (Opposition) zur Sonne ein. Die Folge: Jupiter ist die ganze Nacht über zu sehen, seine Helligkeit und sein Durchmesser jetzt am größten.

Saturn ist schon wieder auf dem absteigenden Ast nach seiner besten Sichtbarkeit in diesem Jahr. Der Ringplanet kann noch gemütlich am Abendhimmel beobachtet werden und geht gegen Mitternacht unter.

Uranus ist nicht weit von Jupiter entfernt und erreicht am 13.11. ebenfalls seine Oppositionsstellung. Mit einem Fernglas kann man Uranus im Widder aufsuchen.

Neptun in den Fischen ist wie Saturn ein Objekt für den Abendhimmel; zu seiner Beobachtung benötigt man aber ein Fernglas oder Teleskop.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Partielle Mondfinsternis im Wissenschaftsjahr 2023 „Unser Universum“

Partielle Mondfinsternis

2023 wird in Deutschland gewisser Weise das ganze Jahr hindurch Astronomietag sein, denn das Wissenschaftsjahr 2023 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung läuft unter dem Motto „Unser Universum“.

Vollmond mit Finsternis

Am Abend des 28. Oktober um 22:24 Uhr erreicht der Mond seine Vollmondstellung. Zwei Tage vorher befand sich unser Begleiter in Erdnähe und ist uns am Astronomietagabend mit 365.500 km immer noch recht nah. Doch das eigentlich Besondere ist seine Position neben der Ekliptik: Etwa 17 Stunden vor Vollmond passiert der Mond die scheinbare Sonnenbahn von Süd nach Nord, er befindet sich im aufsteigenden Knoten.
Daher können wir an diesem Abend eine Mondfinsternis verfolgen: zwar taucht der Mond nur zu einem kleinen Teil in den Schatten der Erde ein, dafür ist die Finsternis aber den ganzen Abend über in ihrer vollen Länge zu sehen:

Der Mond tritt in den Halbschatten der Erde ein: 20:00 Uhr MESZ
Der Mond tritt in den Kernschatten der Erde ein: 21:35 Uhr MESZ
Höhepunkt der partiellen Mondfinsternis: 22:14 Uhr MESZ
Der Mond tritt aus dem Kernschatten der Erde aus: 22:53 Uhr MESZ
Der Mond tritt aus dem Halbschatten der Erde aus: 00:28 Uhr MESZ am 29.10.

Mit dem bloßen Auge wird der Mond nur etwas „angeknabbert“ erscheinen, durch das Fernrohr einer Sternwarte wird man deutlich sehen, dass dem Mond am unteren Rand ein gutes Stück fehlt.

Der Sternhimmel im Oktober

Am 28. Oktober 2023 laden Sternwarten und Sternfreunde zum jährlichen „Astronomietag“ ein. Mehr dazu unter www.astronomietag.de.

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder SteinbockWassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen.

Rechts oberhalb davon leuchtet Saturn im Wassermann, weit im Osten glänzt Jupiter im Widder.

Am 28. Oktober kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis – und genau an diesem Tag findet auch wieder der jährliche Astronomietag statt. Nutzen Sie die Gelegenheit und bestaunen den teilweise verfinsterten Mond durch das Fernrohr einer Volkssternwarte. Die Mondfinsternis beginnt um kurz nach 21:30 Uhr Sommerzeit, um 22:14 Uhr wird die maximale Verfinsterung erreicht, um 22:53 Uhr endet die partielle Phase.

Die Mondphasen im Oktober 2023

Die Planeten im Oktober 2023

Merkur ist gleich zu Anfang Oktober noch in der Morgendämmerung über dem Osthorizont zu sehen.

Venus strahlt als heller Morgenstern. Am 24.10. erreicht ihr Winkelabstand von der Sonne mit knapp 46,5 Grad Abstand den größten Wert. Im Teleskop wird die Venussichel dicker, am 22.10. ist „Halbvenus“. Am Morgen des 10. Oktober rahmen die abnehmende Mondsichel und Venus den Hauptstern des Löwen (Regulus) ein.

Mars ist im Schlepptau der Sonne und folgt ihr in südlichere Gefilde des Tierkreises. Auch im Oktober ist der rote Planet nicht zu sehen.

Jupiter wird Anfang November seine diesjährige Opposition einnehmen, daher ist er im Oktober schon fast die ganze Nacht lang zu sehen – abends im Osten, nach Mitternacht im Süden und morgens im Westen.

Saturn im Wassermann beendet seine Oppositionszeit, er wird zum Planet der ersten Nachthälfte. Noch ist der Ringplanet ein Schmuckstück für jede Beobachtungsnacht.

Uranus im Widder pirscht sich an seinen Oppositionstermin Mitte November heran. Der grünliche Planet ist daher bereits im Oktober fast die gesamte Nacht zu sehen.

Neptun hat seine Opposition im September hinter sich, der blasse Planet wird zum Objekt für die erste Nachthälfte.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im September 2023

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchtet Saturn im Sternbild Wassermann, weiter östlich folgt ihm Jupiter im Widder.

Die Mondphasen im September 2023

Die Planeten im September 2023

Merkur zeigt sich Ende September am Morgenhimmel über dem östlichen Horizont. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 25.9.

Venus nimmt für den Rest des Jahres ihre Rolle als Morgenstern ein, man findet sie über dem (morgendlichen) Osthorizont. Am 11. September schmückt die schmale Sichel des abnehmenden Mondes das frühmorgendliche Himmelsbild. Venus zeigt im Teleskop (und sogar im Fernglas) jetzt eine dünne Sichel.

Mars ziert sich, von der Sonne eingeholt zu werden – unseren Augen bleibt er dabei verborgen.

Jupiter läutet im August seine diesjährige Oppositionsperiode ein. Er wird im Widder für einige Tage stationär und kehrt anschließend seinen Lauf relativ zu den Sternen um. In der Nacht vom 4. auf den 5.9. dient der Mond als Aufsuchhilfe, um Jupiter dingfest zu machen.

Saturn stand Ende August in Opposition, der Ringplanet ist daher im September abends im Südosten bereits aufgegangen. Jetzt kann man ihn bequem ab den Abendstunden beobachten. Am 26.9. begegnet ihm der zunehmende Buckelmond.

Uranus im Widder geht nun bereits in den frühen Abendstunden auf, etwa ab Mitternacht lohnt sich eine Beobachtung. Uranus ist nicht weit vom viel helleren Jupiter entfernt.

Neptun erreicht am 19. September seine diesjährige Opposition zur Sonne. Der ferne Planet steht derzeit in den Fischen, um ihn zu sehen, braucht man ein gutes Fernglas oder Fernrohr.

Quelle „Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der Sternenhimmel im August 2023

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Südosten, im Sternbild Wassermann, macht Saturn auf sich aufmerksam.

Die Nacht der Sternschnuppen
Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Die beste Sternschnuppennacht ist vom 12. auf den 13. August zu erwarten – das ist die Nacht von Samstag auf Sonntag und vier Tage vor Vollmond wird kaum Mondlicht den Himmel aufhellen. Ideale Bedingungen für eine schöne Sternschnuppennacht!

Die Mondphasen im August 2023

Die Planeten im August 2023

Merkur erreicht am 10.8. eine größte östliche Elongation, befindet sich aber deutlich südlicher als die Sonne und taucht daher nicht am Abendhimmel auf. Wer sich in südlichen Gefilden befindet, hat eine Chance, Merkur aufzuspüren.

Venus kommt nach ihrer Zeit als Abendstern am 13.8. in Konjunktion mit der Sonne und taucht Ende August langsam wieder am Morgenhimmel auf.

Mars ist vom Abendhimmel in die hellen Bereiche rund um die Sonne gewechselt und folglich nicht zu sehen.

Jupiter im Widder entwickelt sich zum Planeten der ganzen Nacht. Am 8. August steuert der abnehmende Halbmond an Jupiter vorbei.

Saturn nimmt am 27.8. von der Erde aus gesehen seine Position genau gegenüber der Sonne ein. Der Ringplanet erreicht somit seine diesjährige Oppositionsstellung, geht abends auf, steht zu Mitternacht im Süden und sinkt morgens wieder unter den Horizont. Aufgrund seiner Position im Wassermann erreicht Saturn weiterhin keine große Höhe über dem Horizont. Am 30. August wird er vom fast vollen Mond beehrt. Im Teleskop erkennt man die geringe Neigung des Saturnrings – im März 2025 wird es zur nächsten Kantenstellung kommen.

Uranus läutet mit seinem Stillstand im Widder Ende August die Oppositionsperiode ein, er geht aber erst gegen Mitternacht auf und ist ein Objekt für die noch dunklen Morgenstunden. Am 9.8. befindet sich der Mond zwei Grad nördlich von Uranus.

Neptun in den Fischen geht nun vor Mitternacht auf und wird im September seine diesjährige Opposition einnehmen.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im Juli 2023

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Über dem Südosthorizont ist der Planet Saturn gerade aufgegangen.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Mondphasen im Juli 2023

Die Planeten im Juli 2023

Merkur entfernt sich bis Ende Juli eigentlich weit genug von der Sonne, taucht bei uns aber trotzdem nicht am Abendhimmel auf.

Venus erreicht im Juli mit -4,7 mag ihre maximale Helligkeit. Ende des Monats endet ihre Sichtbarkeitsperiode. Im Fernrohr oder Fernglas kann man jetzt die immer schmaler werdende Sichelgestalt von Venus erkennen.

Mars läuft am 10. knapp an Regulus im Löwen vorbei – zur Beobachtung wird man ein Fernglas benötigen, um die Gestirne in der Abenddämmerung auszumachen. Nach dem 10. zieht sich Mars an den hellen Teil des Himmels zurück.

Jupiter glänzt im Widder, er ist Planet der zweiten Nachthälfte. Am Morgen des 11. Juli erhält Jupiter vom abnehmenden Mond Besuch.

Saturn wird Ende August in Opposition stehen, der Ringplanet ist daher erst ab den späteren Abendstunden im Südosten zu finden. In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli zieht der buckelige Mond unterhalb an Saturn vorbei.

Uranus im Widder wird nach Mitte Juli zum morgendlichen Beobachtungsziel.

Neptun in den Fischen beginnt am 1.7. seine Oppositionsschleife, ist am Morgenhimmel aber noch eine Herausforderung.

Quelle „Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der Sternenhimmel im Juni 2023

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Mondphasen im Juni 2023

Die Planeten im Juni 2023

Merkur taucht im Juni nicht am Nachthimmel auf.

Venus erreicht Anfang Juni mit 45 Grad ihren größten Winkelabstand von der Sonne. Sie ist weiterhin heller Abendstern und streift am 13. Juni den Rand des Sternhaufens Krippe im Krebs. Am 21. Juni bilden Venus, Mars und die schmale Mondsichel einen feinen abendlichen Himmelsanblick.

Mars am Abendhimmel wird Ende Juni fast von Venus eingeholt, doch kurz zuvor macht Venus wieder kehrt. Schon am 2.6. zieht Mars durch den Sternhaufen M 44 (die Krippe im Krebs).

Jupiter im Widder ist am Morgenhimmel zu sehen. Am 14. Juni begegnet ihm der schmale, abnehmende Mond.

Saturn kann in der zweiten, kurzen Nachthälfte über dem Südosthorizont beobachtet werden.

Uranus badet noch im Schein der Sonne und ist am dunklen Nachthimmel nicht zu sehen.

Neptun am Morgenhimmel lohnt sich im Juni noch nicht.

Quelle „Vereinigung der Sternfreunde e.V.