Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021, über DEUTSCHLAND

Am Donnerstag, den 10. Juni, zieht der Mond zur Mittagszeit vor der Sonnenscheibe vorbei – es findet eine Sonnenfinsternis statt. Das Ereignis dauert rund zwei Stunden und kann bei klarem Himmel in Deutschland und anderen Ländern gesehen werden. Die Finsternis wird von der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und der Vereinigung der Sternfreunde per moderiertem Livestream im Internet übertragen.

Beobachtungszeiten der SOFI 2021 – Beobachtungsort Rotheul/Sonneberg:

Beginn:11:34 Uhr
Maximum:12:32 Uhr
Ende:13:31 Uhr

Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist über Mitteleuropa wieder eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Der Mond wird am 10. Juni in Norddeutschland rund 20 Prozent der Sonnenscheibe bedecken, in Süddeutschland sind es nur sechs Prozent, in Österreich und der Schweiz noch etwas weniger. Der Mondschatten läuft von West nach Ost, daher beginnt die Finsternis in Aachen bereits um 11:21 Uhr, in Braunschweig um 11:30 Uhr und in Frankfurt/Oder erst um 11:40 Uhr. Eine Stunde nach Beginn tritt die maximale Bedeckung ein, eine weitere Stunde später geht die Finsternis zu Ende.

Fotos: Sternwarte Rotheul SOFI2015
Sofi 2015 in Rotheul

Beste Bedingungen zur Mittagspause

Das Maximum der Sonnenfinsternis findet im Westen Deutschlands gegen 12:20 und im Osten um 12:40 Uhr statt. So kann jeder während seiner Mittagspause oder in einer Schulpause einen Blick zur Sonne werfen und die „angeknabberte Sonne“ bestaunen. Dazu muss man auf jeden Fall eine sichere Sonnenfinsternisbrille verwenden, denn alle anderen Hilfsmittel dämpfen das Sonnenlicht nicht ausreichend, bleibende Augenschäden wären die Folge. Am besten besorgt man sich schon jetzt eine sogenannte Sonnenfinsternisbrille, die für wenige Euro im Handel erhältlich ist. Es gibt auch einfache und sichere Alternativen, wie die Projektion mit einer Lochkamera auf ein Blatt Papier.

Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni von Mitteleuropa aus gesehen. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Globaler Verlauf der Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.
Zur SOFi 2015 an der Sternwarte Rotheul

Warum sind Sonnenfinsternisse so selten?

Eine Sonnenfinsternis kann nur bei Neumond eintreten, wenn der Mond genau zwischen Sonne und Erde steht. Doch durch die Neigung der Mondbahn zieht er meist weit über- oder unterhalb der Sonne vorbei. Damit der Mond die Sonne trifft, muss er bei Neumond auch die scheinbare Sonnenbahn am Himmel kreuzen. Die Kombination beider Stellungen führt dazu, dass pro Jahr maximal nur zwei bis vier Sonnenfinsternisse irgendwo auf der Erde stattfinden. Die Sonne muss während der Finsternis außerdem über dem lokalen Horizont stehen, und so kommt es, dass von einem Ort aus nur alle paar Jahre eine Sonnenfinsternis zu sehen ist. Die nächste von Mitteleuropa aus sichtbare wird übrigens schon am 25. Oktober 2022 stattfinden.

Oben: bei einer totalen Sonnenfinsternis erreicht der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche. Abseits des Kernschattens ist eine partielle Finsternis zu sehen. Unten: bei einer ringförmigen Finsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, sein Kernschatten erreicht die Erdoberfläche nicht. Grafik: Vereinigung der Sternfreunde.

Live dabei mit Bildern aus aller Welt

Sofern es die Einschränkungen der Corona-Pandemie Anfang Juni zulassen und das Wetter einen Blick auf die Sonne erlaubt, werden manche Sternwarten, Planetarien und Science Center zur Beobachtung der Finsternis mit dem Teleskop einladen. Doch man kann die Sonnenfinsternis auch bequem am Bildschirm erleben:

Die Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien streamt das Ereignis von 11:15 bis 13:15 Uhr live auf dem Youtube-Kanal der Stiftung Planetarium Berlin, die Vereinigung der Sternfreunde verteilt über Twitter und Facebook unter dem Hashtag #sofi2021 aktuelle Fotos der Sonnenfinsternis. Dabei ist nicht nur die Silhouette des Mondes spannend, vielleicht zeigen sich auf der Sonne auch dunkle Flecken oder gewaltige Eruptionen, die sich in den Stunden der Finsternis verändern.

Informationen für Schulen sind in diesem Informationsblatt zusammengefasst: Herunterladen

Kontakte:

Michael Schomann
Vereinigung der Sternfreunde
Telefon: +49 / (0) 151 525 744 01
E-Mail: michael.schomann@sternfreunde.de

Dr. Björn Voss
Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien
Tel.: +49 / (0251) 591 6026
E-Mail: bjoern.voss@gdp-planetarium.org

Dr. Carolin Liefke
Haus der Astronomie
E-Mail: liefke@hda-hd.de

Quelle: Sternfreunde.de, VdS

Der Sternenhimmel im Mai 2021

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.

Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Die Planeten im Mai 2021

Merkur ist im Mai am Abendhimmel über dem Nordwesthorizont zu sehen. Die beste Sichtbarkeit reicht vom 5. bis zum 14. Mai gegen 22 Uhr MESZ.

Venus macht sich zunehmend als Abendstern bemerkbar. Am 29. zieht sie noch einmal dicht an Merkur vorbei.

Mars in den Zwillingen ist Objekt der ersten Nachthälfte. Seine Helligkeit geht stetig zurück.

Jupiter im Wassermann ist das Glanzlicht der zweiten Nachthälfte, ab jetzt lohnen sich auch Beobachtungen mit dem Teleskop.

Saturn im Steinbock läutet am 23. seine Oppositionsperiode ein, auch er ist ein Objekt der zweiten Nachthälfte.

Uranus ist noch zu nah an der Sonne und somit nachts nicht zu sehen.

Neptun hat sich auch noch nicht weit genug von der Sonne entfernt, er bleibt unbeobachtbar.

Die Mondphasen im Mai 2021

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Quelle: VdS

Der Sternhimmel im April 2021

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner LöweJagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Die Planeten im April 2021

Merkur wird ab Ende April zu seiner besten Sichtbarkeit am Abendhimmel auftauchen. Wer findet ihn ab etwa 21 Uhr MESZ zuerst über dem nordwestlichen Horizont?

Venus ist noch nah bei der Sonne, sie wird Ende April an Merkur vorbeiziehen – eine echte Herausforderung am nordwestlichen Abendhimmel!

Mars turnt durch die Sternbilder, Ende April wechselt er vom Stier in die Zwillinge. Am 26./27. ist er nur etwas mehr als ein halbes Grad vom offenen Sternhaufen M 35 entfernt.

Jupiter wechselt Ende April vom Steinbock in den Wassermann, der Riesenplanet macht sich am südöstlichen Morgenhimmel bemerkbar.

Saturn tritt morgens etwas früher als Jupiter über den südwestlichen Horizont, ist aber deutlich lichtschwächer.

Uranus erreicht Ende April seine Konjunktion mit der Sonne – er taucht nachts nicht über dem Horizont auf.

Neptun hatte Anfang März seine Konjunktion mit der Sonne, im April ist er noch nicht weit genug von ihr entfernt, um nachts sichtbar zu sein.

Die Mondphasen im April 2021

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Quelle: VdS

Der Frühling ist da….

Die Sterne zeigen den Frühlingshimmel.

Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Astronomietag an der Sternwarte

Astronomietag 2021

Am 20. März 2021 ist Astronomietag!

Am Astronomietag bieten Sternwarten, Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute und Amateurastronomen zahlreiche Aktivitäten, damit jeder einmal den Sternhimmel live erleben kann – zentral koordiniert von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.

Der erste Astronomietag fand am 23. August 2003 zum Anlass der besonders nahen Mars-Opposition statt. Mittlerweile ist ein Termin im Frühjahr (März/April) Tradition, seit 2020 gefolgt von einem zweiten Astronomietag im Herbst (September/Oktober).

Ein Ausflug in die Kraterlandschaft des Mondes

Nach den Veranstaltungen des Jahres 2020 wird auch der Astronomietag am 20. März 2021 von der Coronavirus-Situation beeinträchtigt sein. Es werden keine öffentlichen Veranstaltungen vor Ort stattfinden können. Einige Sternwarten bieten hierzu ein reichhaltiges Online-Angebot an.

Handyaufnahme durch das Okular am Teleskop

Anbieter von Online-Veranstaltungen am Astronomietag 2021 findet Ihr hier: https://astronomietag.de/veranstaltungen-suchen/ 

Als Thema des Astronomietages wurde unser kosmischer Nachbar, den Mond gewählt, den ihr auch vollkommen ohne optische Hilfsmittel bei klarem Himmel von zuhause aus beobachten könnt. Mit Fernglas oder Teleskop könnt Ihr  in die karge Mondlandschaft aus erstarrten Lavameeren und Einschlagskratern in allen Großen eintauchen.

Mondoberfläche durch ein Teleskop
Mondsichel am Abendhimmel mit dem bloßen Auge

Der Sternenhimmel im März 2021

Am 20. März 2021 laden Sternwarten und Sternfreunde zum jährlichen „Astronomietag“ ein.

Der Sternenhimmel im März bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von Orion, Großer Hund, Kleiner Hund, Zwillinge, Fuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Sternhimmel im März 2021

Die Planeten im März 2021

Merkur bietet Anfang März theoretisch eine Morgensichtbarkeit – praktisch aber nicht, da er südlicher als die Sonne steht. Kurz: Merkur ist im März nicht zu sehen.

Venus steht am 26. von uns aus gesehen hinter der Sonne; sie nimmt also ihre obere Konjunktion ein und zieht gemeinsam mit der Sonne über den Taghimmel.

Mars wandert Anfang März am Sternhaufen der Plejaden vorbei. Er geht bald nach Mitternacht unter.

Jupiter im Steinbock taucht nach der Monatsmitte wieder am südöstlichen Morgenhimmel auf. Das ist eine sportliche Herausforderung: wann ist Jupiter zum ersten Mal zu sehen?

Saturn, ebenfalls im Steinbock, macht sich auch ab Mitte März am südöstlichen Morgenhimmel bemerkbar. Wer Jupiter gefunden hat, kann dann auch nach Saturn suchen.

Uranus im Widder geht abends zunehmend früher unter, Ende März wird man ihn kaum noch finden.

Neptun hat am 11. März seine alljährliche Konjunktionsstellung mit der Sonne – er ist nachts somit nicht zu sehen.

Die Mondphasen im März 2021

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Quelle: VdS

Der Sternenhimmel im Februar 2021

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Karte Sternhimmel im Februar, Quelle: VdS

Die Planeten im Februar 2021

Merkur läuft Anfang Februar an der Sonne vorbei. Bis Ende Februar hat er sich über 25 Grad von der Sonne entfernt, steht aber weit südlicher, so dass er am Morgenhimmel nicht zu sehen ist.

Venus ist der Sonne mittlerweile zu nah gekommen und daher nachts nicht zu sehen.

Mars bleibt in der ersten Nachthälfte gut sichtbar, wird aber langsam schwächer. Ende Februar wechselt er vom Widder in den Stier.

Jupiter hat Ende Januar gerade erst die Sonne passiert und taucht im Februar noch nicht am Morgenhimmel auf.

Saturn tut es Jupiter gleich – sein Abstand zur Sonne ist noch nicht groß genug, um sich morgens bemerkbar zu machen.

Uranus geht jetzt vor Mitternacht unter, man sollte ihn aufsuchen, sobald es dunkel genug ist.

Neptun verringert seinen Abstand zur Sonne und ist unbeobachtbar.

Die Mondphasen im Februar 2021

Quelle VdS
Quelle VdS

Merkur am Abendhimmel

Aufsuchkarte Merkur – Quelle: VdS

Im Jahr 2021 taucht Merkur zweimal am Abendhimmel auf. Die erste Gelegenheit ergibt sich gleich nach Mitte Januar. Merkur wird sich dann tief über dem Südwesthorizont zeigen. Je höher der sonnennächste Planet dabei steigt, desto mehr nimmt seine Helligkeit ab. Die beste Beobachtungszeit ist vom 19. bis 27. Januar.

Bereits vom 9. bis 11. Januar kommt es zu einer Begegnung von Merkur mit Jupiter und Saturn, die man aber nur bei sehr klarem Himmel, freier Sicht zum Südwesthorizont und Fernglas beobachten können wird. Während Jupiter und Saturn zunehmend in der Abenddämmerung verschwinden, schwingt sich Merkur zu einer Abendsichtbarkeit auf. In größter Elongation — dem maximalen Abstand zur Sonne am Himmel — steht Merkur am 24. Januar. Mit dem Aufsuchen kann man aber schon einige Tage vorher beginnen, da Merkur dann noch heller ist. Nach der Elongation nimmt die Helligkeit von Merkur schnell ab, so dass er sich kaum noch am hellen Dämmerungshimmel bemerkbar macht.

Die zweite und beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr findet von Anfang bis Mitte Mai statt.

Der Sternenhimmel im Dezember 2020

Sternhimmel

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern Schwan, Leier und Adler verabschieden.

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: Orion, Stier, Zwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder Wassermann, Fische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen. Dafür leuchtet Mars in den Fischen noch als auffälliges Objekt.

Sternhimmel 15. Dezember 22 Uhr

Die Planeten im Dezember 2020

Merkur beendet das Jahr in den hellen Strahlen der Sonne und ist nachts nicht zu sehen.

Venus durchstreift jetzt die südlichen Teile des Tierkreises, sie geht daher morgens später auf, bleibt aber auffälliger Morgenstern.

Mars ist in der an hellen Sternen armen Gegend der Fische weiterhin auffällig, sein Durchmesser schrumpft aber auf zehn Bogensekunden, die beste Beobachtungszeit ist vorbei.

Jupiter wird am 21. Dezember Saturn in geringem Abstand überholen. Am 17. Dezember schmückt die schmale Sichel des zunehmenden Mondes das Planetenpaar.

Saturn versinkt wie Jupiter zunehmend in der hellen Abenddämmerung. Am 21. Dezember wird er in nur sechs (!) Bogenminuten Abstand von Jupiter überholt. Beide Planeten passen damit in das Gesichtsfeld eines Teleskops – diesen Anblick sollte man sich nicht entgehen lassen.

Uranus im Widder erreicht im Dezember seine größte Höhe bald nach Einbruch der Dunkelheit.

Neptun im Wassermann ist ein Objekt für den frühen Abendhimmel, man muss ihn aufsuchen, sobald es richtig dunkel geworden ist.

vds
Quelle: VdS

Der Sternenhimmel im November 2020

Sternkarte_2020

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische. In den Fischen zieht derzeit Mars als helles Gestirn die Blicke auf sich.

Im Osten ziehen dagegen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen. Für Planetenbeobachter bieten sich im November neben Mars auch die fernen Gasplaneten Neptun im Wassermann und Uranus im Widder an.

Sternhimmel im November 2020 – 15.11.20/22 Uhr

Die Planeten im November 2020

Merkur zeigt sich im November zu seiner besten Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Von Anfang bis Mitte November wird man ihn morgens ab 6 Uhr über dem ostsüdöstlichen Horizont ausmachen können.

Venus leuchtet über Merkur am Morgenhimmel. Am 13. November steht die dünne Mondsichel zwischen den beiden inneren Planeten.

Mars gibt nach seiner Opposition Mitte Oktober noch eine Zugabe am Abendhimmel. Doch Helligkeit und Durchmesser nehmen dramatisch schnell ab, jetzt muss jede klare Nacht zur Beobachtung genutzt werden.

Jupiter verringert seinen Abstand zu Saturn zusehends, beide Planeten sind am Abendhimmel in Südwestrichtung zu finden.

Saturn ist deutlich schwächer als Jupiter. Am Abend des 19. November weist die zunehmende Mondsichel den Weg zu den beiden Planeten.

Uranus hat seine Opposition Ende Oktober gerade hinter sich, auch im November lohnt es sich noch, nach ihm Ausschau zu halten.

Neptun im Wassermann wird zum Objekt am Abendhimmel, seine Saison neigt sich dem Ende zu.

vds
Quelle: VdS

Mars − das Oktober-Highlight 2020 – in idealer Opposition

Mars

Der Mars geht bei Sonnenuntergang auf und strahlt hell und orange-rot durch die gesamte Nacht.

Die letzte gute Opposition für die nächsten 15 Jahre


Er gelangt in Opposition und Erdnähe, also ins sogenannte Perihel. Sein Durchmesser erreicht am 6. Oktober 22.56 Bogensekunden – etwas weniger als im Sommer 2018, als der Durchmesser auf 24.33 Bogensekunden anwuchs. Übrigens 20 Bogensekunden entsprechen einer 1 Euro Münze, die man aus einer Entfernung von 230 Meter betrachtet.

Die 15% weniger sichtbare Fläche wird für Beobachter in Mitteleuropa allerdings durch eine Kulminationshöhe von 45° gegenüber 15° von vor zwei Jahren mehr als kompensiert. Damit steigen die Chancen auf das für eine erfolgreiche Marsbeobachtung notwendige ruhige Seeing erheblich.  
Unter Luftunruhe bzw. „Seeing“ versteht man die atmosphärische Effekte, die das Flackern der Sterne („Szintillation“) verursachen. Diese Effekte werden durch Luftturbulenzen in verschiedenen Höhen verursacht. Der Effekt ist nahe dem Horizont stärker als im Zenit, weil das Sternenlicht am Horizont einen wesentlich längeren Weg in der Atmosphäre durchlaufen muss. Durch die Turbulenzen werden die Wellenfronten des Lichtes auf dem Weg vom Stern zum Teleskop gestört. 


Einzig der fast volle Mond stört bis am 4. Oktober eine Beobachtung; er läuft in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober auf Mars zu und befindet sich an diesem Samstagmorgen nur 0.8° von Mars entfernt.

Der Südpol ist stark zur Erde geneigt, damit zeigt sich die Südpolkappe. Diese ist wegen dem Mars-Südsommer allerdings nur noch klein. Teleskope ab 8″ (200 mm) Öffnung sind für die Marsbeobachtung zu empfehlen.

Bleibt die Hoffnung auf gutes Wetter, denn ähnlich günstig wie heuer wird die Sichtbarkeit in unseren Breiten erst wieder 2035 sein.

Quelle: astonomie.info

Der Sternhimmel im Oktober 2020

Der Sternenhimmel im Oktober 2020

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen. Für Hobbyastronomen bieten sich in den Herbstmonaten die fernen Planeten Uranus und Neptun als Beobachtungsziel an.

Die Planeten im Oktober 2020

Merkur bleibt auch im Oktober in der hellen Abenddämmerung verborgen.

Venus läuft als Morgenstern immer weiter nach Süden. Am 3. Oktober zieht sie nah an Regulus im Löwen vorbei, am 14. Oktober begegnet ihr die dünne Sichel des abnehmenden Mondes.

Mars kommt am 14. Oktober in Opposition zur Sonne. Er strahlt in den Fischen, wird knapp 23 Bogensekunden groß und ist damit ein hervorragendes Beobachtungsziel.

Jupiter strebt auf Saturn zu, den er im Dezember überholen wird. Im Oktober kann man Jupiter noch gemütlich am Abendhimmel beobachten.

Saturn ist nicht weit von Jupiter entfernt, auch ihn kann man abends noch gut beobachten.

Uranus im Widder gelangt Ende Oktober in Opposition – dann ist er die ganze Nacht lang über dem Horizont und bietet sich jetzt zur Beobachtung an.

Neptun im Wassermann stand im September in Opposition, jetzt geht er früher auf und ist noch ein passables Beobachtungsziel.

Quelle: VdS

Der Sternhimmel im September 2020

Die Sterne

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.


Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchten die Planeten Saturn und Jupiter.

Sternhimmel 15.09.2020 – 23 Uhr

Die Planeten im September 2020

Merkur entfernt sich von der Sonne, doch wegen seiner südlicheren Stellung wird er nicht am Abendhimmel auftauchen.


Venus ist weiterhin strahlender Morgenstern. Mitte September zieht sie am offenen Sternhaufen Praesepe im Krebs vorbei; am 14. ist auch der Mond mit von der Partie.

Mars in den Fischen dreht jetzt richtig auf und legt kräftig an Helligkeit zu. Er wird zum Planeten der gesamten Nacht, sein Durchmesser erreicht bis Monatsende über 22 Bogensekunden.


Jupiter im Schützen beendet seine Oppositionsperiode und wird zum Objekt am Abendhimmel.


Saturn folgt Jupiter, man findet ihn nicht weit vom größten Planeten des Sonnensystems entfernt. Am Abend des 25. September besucht der Mond die beiden Gasplaneten.


Uranus ist noch ein Stück von seiner Opposition entfernt, im September steht er zum Ende der dunklen Nacht in Südrichtung.

Neptun im Wassermann nimmt am 11. September seine diesjährige Oppositionsstellung ein – er ist die ganze Nacht über dem Horizont.

Quelle: VdS