Heute Sonntag, 5. Juli 2020 am Nachthimmel

NEOWISE

Der noch fast volle Mond befindet sich unterhalb des hellen Planeten Jupiter und Saturn steht links der beiden.
Der helle Komet C/2020 F3 (NEOWISE) ist in der Morgendämmerung ganz knapp über dem NE-Horizont zu finden.

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Der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) ist etwa 1.25 Grössenklasse hell und damit vergleichbar hell wie der Polarstern. Er ist mit Fernglas als Nebelfleck mit einem Schweif erkennbar, der rund einen halben scheinbaren Monddurchmesser lang ist: Komet C/2020 F3 kann von 3:00 bis 4:30 Uhr beobachtet werden, aber nur ganz knapp über dem Nordost-Horizont. Am besten hält man um 4:30 Uhr nach dem Kometen Ausschau: dann beträgt seine Höhe aber immer noch geringe 10°; sieht man die Venus, befindet sich der Komet rund 30° links auf fast gleicher Höhe.
Der langperiodische Komet C/2020 F3 (NEOWISE) wurde am 27. März 2020 durch das Weltraumteleskop WISE entdeckt.

Zur Beobachtung solltet ihr eine kleines Teleskop oder Feldstecher benutzen.
Viel Erfolg und gutes Wetter morgen früh.

Quellen: CalSky, WIKI
Bildquelle: WIKI https://de.wikipedia.org/wiki/C/2020_F3_(NEOWISE)#/media/Datei:070420_C2020_F3_NEOWISE_9517.jpg

Der Sternenhimmel im Juli 2020

Sternkarte

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Über dem Südosthorizont sind die beiden Planeten Jupiter und Saturn gerade aufgegangen.Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Sternkarte

Die Planeten im Juli 2020

Merkur gibt Ende Juli ein kurzes Gastspiel am Morgenhimmel. Ab 4:30 Uhr kann man versuchen, den sonnennahen Planeten über dem Nordosthorizont zu finden – am besten mit einem Fernglas.

Venus wird als Morgenstern immer auffälliger. Ab dem 6. durchquert sie den offenen Sternhaufen der Hyaden. Am 17. Juli begegnet ihr die abnehmende Mondsichel.

Mars geht im Juli bald nach Mitternacht auf und wird deutlich heller. Sein Durchmesser wächst auf 15 Bogensekunden an, im Teleskop werden zunehmend Details sichtbar.

Jupiter nimmt Mitte Juli seine Stellung gegenüber der Sonne ein – der Riesenplanet ist daher die ganze Nacht lang am Himmel vertreten, steht wie Saturn aber tief über dem südlichen Horizont.

Saturn im Schützen kommt am 20. Juli nur wenige Tage nach Jupiter in Opposition. Das sind eigentlich beste Beobachtungsbedingungen, doch durch den tiefen Stand der Planeten haben Fernrohrbeobachter wenig Freude.

Uranus im Widder geht in der zweiten Nachthälfte auf, ist aber noch kein lohnendes Objekt.

Neptun im Wassermann geht in der Zeit um Mitternacht auf, zu Monatsende hin bereits gegen 22:30 Uhr.

Quelle: VdS

Davis Vantage Pro Wetterstation, nun noch genauer 😊

Davis Vantage Pro 2 Wetterstation

Unsere Davis Vantage Pro 2 Profi-Wetterstation, wurde mit einen neuen Temperatur-Luftfeuchtesensor und einer neuen Funkplatine für die Davis Vantage Pro 2 Außeneinheit (ISS) ausgestattet.
Somit erhöht sich die Messgenauigkeit bei:
Temperatur: +/- 0,3°C über den gesamten Bereich    
Feuchtigkeit: +/- 2% über den gesamten Bereich

Bei der  Davis Vantage Pro2 aktiv Plus (Hersteller aus den USA – davisinstruments.com) handelt es sich um eine hochwertige professionelle Wetterstation mit vielen Funktionen und großer Messgenauigkeit, die leider auch ihren Preis hat. (Zu bekommen um die 1.000 Euro). Die Wetterstation besteht aus einer Basisstation und einer Sensor-Einheit, die im Außenbereich montiert ist. Diese Einheit ermittelt die gewünschten Messwerte für die Berechnung der Wetterdaten. Für die Ermittlung der Niederschlagsmenge steht ein großer Messbehälter zur Verfügung. Windrichtung und Windgeschwindigkeit werden mit einem Windmesser (Anemometer) gemessen.
Unsere Davis Vantage Pro 2 Plus verfügt als zusätzliche Ausstattung über UV-Index und UV-Dosis, Sonneneinstrahlungsintensität und Evapotranspiration, sowie über einen aktiv belüfteten Bestrahlungsschutzschild. Diese Kühlung verbessert die Messgenauigkeit an warmen Tagen. Die ermittelten Werte der Sensoren an der Außenstation werden jede Sekunde per Funk an die Basisstation übermittelt und kommen von dort direkt ins Internet bzw. an das Wetternetzwerk und den Rundfunkstationen.

Die Sensoren unserer Wetterstation:

  • Temperatur- und Luftfeuchtesensor zur Messung der Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit bei 2 Meter über den Boden
  • Anemometer zur Windgeschwindigkeitmessung und zur Bestimmung der Windrichtung
  • Niederschlagsmesser zur Bestimmung der Niederschlagsmenge
  • Barometer zur Luftdruckmessung
  • UV-Sensor zur Messung von UV-Index und UV-Dosis
  • Solarstrahlungssensor zur Messung der Solarstrahlung und der Sonnenscheindauer

Hier klicken und ihr kommt zu den aktuellen Wetterdaten unserer DAVIS-Wetterstation der Sternwarte Rotheul.

Mond bei Mars

Bildquelle: SkySafari

Unser Mond läuft ab den frühen Morgenstunden (13. Juni) am Planeten Mars (-0.3 m) vorbei. Die nächste Annäherung findet um 04:30 Uhr statt. Der Abstand zwischen den Gestirnen beträgt dann 3°. Die Himmelsobjekte stehen zu dieser Zeit 24° über Horizont.

Seht ihr dann weiter nach rechts, in Richtung Süden, findet ihr die Planeten Jupiter und Saturn. Der Jupiter ist der Hellere von beiden.

Bildquelle: SkySafari

Viel Spaß beim beobachten.

Eure Sternwarte Rotheul 👍😊

Venus und Merkur heute eng beieinander – ein seltener Anblick

Am 21. und 22. Mai 2020 werden die inneren Planeten Merkur und Venus in der Abenddämmerung eng beinander stehen. Ein Fototip für alle!
Gerade in der Abenddämmerung bietet sich ein reizvoller Anblick der beiden Planeten am Himmel. Also, wo es klar ist unbedingt mal angucken.
Wegen der Schrägstellung der Merkurbahn sind solche Begegnungen eher seltene Ereignisse.

So sieht die Konstellation Venus Merkur gehen ca. 21:30 Uhr aus. Blickrichtung ist NW

Ab etwa 21.30 Uhr sollte der Himmel dann dunkel genug sein, um Venus und Merkur beieinander zu sehen – klare Sicht vorausgesetzt.

ISS Fans aufgepasst

Heute Nacht ist die ISS gleich 4 mal zu sehen. Hierzu die Beobachtungszeiten:

DatumHell
mag
erscheint ab HöheRichtunghöchster Punkt Höhe
max.
Richtung Ende
17 Mai-3,322:16 Uhr10°SW22:19 Uhr 40°SSO22:23
17 Mai-3,623:53 Uhr10°W23:56 Uhr76°N23:59
18 Mai-3,701:30 Uhr10°WNW01:33 Uhr77°N01:36
18 Mai-3,303:06 Uhr10°W03:10 Uhr38°SSW03:13
Quelle: heavens-above.com
Karte für 22:16 Uhr
Karte für 23:53 Uhr
Karte für 01:30 Uhr
Karte für 03:06 Uhr

Astromesse ATT fällt aus — neuer Termin für 2021 steht fest

Aufgrund der allgemeinen Beschränkungen im öffentlichen Leben kann die beliebte Astromesse ATT in Essen dieses Jahr leider nicht stattfinden. Wie die Veranstalter mitteilen, wird der nächste ATT am 8. Mai 2021 stattfinden.

„Derzeit ist nicht absehbar, welche der behördlichen Maßnahmen nach diesem Termin entfallen oder sich lockern werden. Die Umsetzung und Überwachung der umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen übersteigt leider unsere Möglichkeiten. Ein Teil unserer Helfer, Aussteller als auch Besucher wird zu den Risikogruppen gehören. Wir wollen niemanden gefährden.“, sagt Claudia Henkel, die Vorsitzende der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen. „Wir bitten um Euer Verständnis, dass wir aus Gründen, die wir uns Anfang diesen Jahres nicht einmal vorstellen konnten, den ATT 2020 absagen müssen.“

Als Termin im nächsten Jahr steht bereits der 8. Mai fest — wie immer ein Samstag.

Quelle: VdS

Heute am Himmel: Samstag, 25. April 2020

Venus dominiert den Abendhimmel als „Abendstern“, darunter die Mondsichel. Am Morgenhimmel sind Jupiter, Saturn und Mars zu finden. Gute Bedingungen für die Deep-Sky-Beobachtung ab dem späteren Abend. Nur in der Schweiz und Baden-Württemberg einigermassen gut zu beobachten: Die 60 neuesten Starlink-Satelliten zeigen sich um 22:05 Uhr in zwei Zügen knapp über dem West- bis Südwest-Horizont.

Calsky

Der Sternschnuppenschwarm – Meteorstrom der Lyriden im April 2020, Ursprung im Sternbild Leier

Der Höhepunkt wird am 22. April erwartet

Wann, wo und wie er zu sehen ist:

Der Sternschnuppenschwarm (auch Meteorschauer oder Meteorstrom genannt) der Lyriden erhellt jedes Jahr gegen Ende des Monats April den Himmel. Im Jahr 2020 wird fast Neumond herrschen, wodurch der Himmel dunkel und damit perfekt für die Sternschnuppenschwarmbeobachtung geeignet sein wird. Lesen Sie weiter, um alles über die Lyriden zu erfahren und sich auf deren Beobachtung vorzubereiten.

Über den Sternschnuppenschwarm der Lyriden
Der jährliche Sternschnuppenschwarm der Lyriden ist vom 16. bis 28. April zu sehen und erreicht seinen Höhepunkt um den 22. April eines jeden Jahres herum. Der Fluchtpunkt (Radiant) des Schauers (der Bereich am Himmel, aus dem die Meteore zu kommen scheinen) befindet sich in der Nähe des hellsten Sterns im Sternbild Lyra und nahe des fünfthellsten Sterns am Nachthimmel – Wega (α Lyrae). Der Sternschnuppenschwarm der Lyriden entstand aus Trümmern des langperiodischen Kometen C/1861 G1 Thatcher und ist einer der ältesten bekannten Meteorschauer. Seine Meteore (Sternschnuppen) werden nachweislich seit 2.700 Jahren beobachtet.

Die Lyriden sind dafür bekannt, dass sie sehr helle und schnelle Meteore und manchmal auch Feuerbälle hervorbringen. Die hellsten Sternschnuppen hinterlassen glühende Staubstreifen, die mehrere Sekunden lang zu sehen sind. Auf seinem Höhepunkt beschert uns der Sternschnuppenschwarm der Lyriden üblicherweise 10 bis 20 Meteore pro Stunde. Von Zeit zu Zeit können die Lyriden jedoch auch den Himmelbeobachter mit einem Feuerwerk von bis zu 100 Meteoriten pro Stunde überraschen.

Wie und wann kann man die Lyriden im April 2020 beobachten?
In diesem Jahr erreicht der Sternschnuppenschwarm der Lyriden am Mittwoch, dem 22. April (gegen 18.00 Uhr UTC), vor Sonnenaufgang seinen Höhepunkt. Diesmal wird kein Ausbruch (eine besondere Aktivitätserhöhung) erwartet, aber die spektakulären Meteoriten sind dennoch sehenswert. Einige Tage vor und nach dem Höhepunkt des Sternschnuppenschwarms kann man auch viele Meteoriten beobachten. Alles, was Sie wissen müssen, um die Lyriden nicht zu verpassen, ist die Auf- und Untergangszeit des Radianten. Mit der Sternenbeobachtungs-App „Star Walk 2“ können Sie den Stern Wega am Himmel leicht finden und die Zeit seines Aufgangs, seines Kulminationspunktes und seines Untergangs für Ihren Standort bestimmen.

Es ist nicht nötig, ständig nur starr den Radianten im Blick zu behalten, nachdem Sie ihn gefunden haben. Die Lyriden können in allen Regionen des Himmels gesehen werden. Um bessere Erfolgschancen zu haben, suchen Sie sich einen Standort abseits der Lichter der Stadt und schauen Sie mit dem bloßen Auge nach oben. Verwenden Sie kein Fernglas oder gar ein Teleskop, denn deren Sichtfelder sind viel zu schmal für die Beobachtung von Meteoriten.

Beobachten Sie den Himmel noch vor der Dämmerung
Um eine möglichst große Anzahl von Meteoriten zu sehen, sollten Sie noch vor der Morgendämmerung nach den Lyriden Ausschau halten. Dieser Meteorschauer erreicht seine maximale Aktivität immer in den letzten paar Stunden vor dem Sonnenaufgang. Der Fluchtpunkt (Radiant) des Lyriden-Meteorschauers – der Stern Wega – steigt gegen 21 Uhr über den Nordosthorizont auf und erreicht seinen höchsten Punkt am Himmel in den frühen Morgenstunden. Jeder Meteorschauer beginnt, wenn sein Radiant über dem Horizont erscheint, und er erreicht seinen Höhepunkt, wenn der Radiant am höchsten Punkt am Himmel steht. Sie können also schon abends mit der Beobachtung von Meteoriten beginnen, aber die besten Erfolgsaussichten werden Sie vor Sonnenaufgang haben.

Wer kann diese Meteoriten sehen?
Der Sternschnuppenschwarm der Lyriden ist auf der Nordhalbkugel der Erde besser zu beobachten, da der Stern Wega dort vor Sonnenaufgang hoch am Himmel steht. Die Beobachter auf der Südhalbkugel werden eine geringere Anzahl von Meteoriten sehen, da der Fluchtpunkt (Radiant) des Sternschnuppenschwarms über dem Horizont auf der Südhalbkugel der Erde tiefer steht.

Text Credit:Vito Technology
Bild-Kredit:Vito Technology