Der Sternenhimmel im Mai 2022

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.

Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Am Morgen des 16. Mai taucht der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde ein – es findet eine totale Mondfinsternis statt. Von Mitteleuropa aus gesehen geht der Mond allerdings zu Beginn der Totalität bereits unter. In den frühen Morgenstunden kann die partielle Phase der Mondfinsternis knapp über dem südwestlichen Horizont verfolgt werden.

Die Mondphasen im Mai 2022

Die Planeten im Mai 2022

Merkur beendet seine Abendsichtbarkeit, unter guten Bedingungen kann man ihn Anfang Mai noch in der nordwestlichen Abenddämmerung auffinden. Am 2.5. steht die dünne Mondsichel nicht weit von Merkur entfernt.

Venus bleibt im Mai der hellste Planet am Morgenhimmel, tief über dem Osthorizont. Am 27.5. begegnet ihr die schmale Sichel des abnehmenden Mondes in knapp einem Grad Abstand.

Mars baut seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel aus und wird zunehmend heller. Am Morgen des 18.5. steht er ein gutes halbes Grad unterhalb von Neptun und am 29./30.5. passiert er in ähnlichem Abstand Jupiter.

Jupiter ist eine der Perlen in der morgendlichen Planetenkette und nach der tiefer stehenden Venus das hellste Objekt.

Saturn ist etwa so hell wie Mars, geht aber morgens deutlich früher auf. Planetenbeobachter mit Entzugserscheinungen können es so langsam wagen, die ersten Aufnahmen am frühen Morgen zu machen.

Uranus schrammt am 5.5. knapp unterhalb der Sonnenscheibe vorbei, was freilich niemand beobachten kann.

Neptun gibt den unsichtbaren Darsteller im morgendlichen Planetentheater. Die enge Begegnung mit Mars am 18.5. bleibt eher eine theoretische Betrachtung.

Quelle, VdS Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im April 2022

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner LöweJagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Die Mondphasen im April 2022

Die Planeten im April 2022

Merkur schwingt sich Ende April zu seiner besten Abendsichtbarkeit des Jahres auf. Ab der Monatsmitte kann man ihn gegen 21 Uhr MESZ aufsuchen, um den 23.4. bieten sich in der Zeit um 21:30 Uhr die besten Sichtbarkeitsbedingungen. Erfahrene Beobachter können Merkur bis Anfang Mai am Abendhimmel verfolgen.

Venus ist auch im April der hellste Planet am östlichen Morgenhimmel, aber nicht der einzige. Rechts von ihr stehen Mars und Saturn, der Abstand zur Venus nimmt im Laufe des Monats deutlich zu. Ende April/Anfang Mai wird Venus nah an Jupiter vorbeiziehen.

Mars wird am Morgenhimmel zunehmend besser sichtbar. Am 5.4. läuft er knapp unterhalb von Saturn vorbei und am 25./26.4. steht der Mond unter den beiden Planeten.

Jupiter entfernt sich am Himmel wieder deutlich von der Sonne, der Riesenplanet taucht auch über dem östlichen Morgenhorizont auf. Am 30.4. treffen Jupiter und Venus in nur 15 Bogenminuten (eine halbe Vollmondbreite) Abstand aufeinander.

Saturn führt die morgendliche Planetenparade an. Am 5.4. steht Mars nur 19 Bogenminuten von Saturn entfernt.

Uranus ist nur in den ersten Apriltagen noch am Abendhimmel aufzufinden. Am 3.4. steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in knapp einem Grad Abstand unterhalb von Uranus.

Neptun stand Mitte März zusammen mit der Sonne am Taghimmel und taucht im April nachts noch nicht wieder auf.

Quelle: VdS /Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im März 2022

Der Sternenhimmel im März bildet den Übergang von den Winter- zu den Frühlingssternbildern. Abends kann man sich noch an den funkelnden Sternen von OrionGroßer HundKleiner HundZwillingeFuhrmann und Stier erfreuen. Um Mitternacht haben sie dann den Frühlingssternbildern rund um den Löwen Platz gemacht. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen fällt das Tierkreissternbild Krebs kaum auf. Bei klarem Himmel und fernab störender Lichter wird man mitten im Krebs einen Nebelfleck entdecken: den offenen Sternhaufen Praesepe, die Krippe. Steil über uns findet man jetzt den Großen Bären, dessen sieben hellste Sterne die bekannte Figur des Großen Wagens bilden.

In Südostrichtung erhebt sich Spica im Sternbild Jungfrau über den Horizont. Weiter nordöstlich funkelt der orange Arktur im Sternbild Bootes. Über dem Südhorizont schlängelt sich jetzt der vordere Teil des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange; bei nicht so klarem Himmel wird man allenfalls ihren hellsten Stern Alphard sehen können – sein Name bedeutet nicht ganz zufällig „der Einsame“. Das kleine Sternbild Rabe hat sich gerade über den Horizont geschoben. Obwohl es nur aus schwächeren Sternen besteht, ist es aufgrund seiner kompakten Figur gut zu erkennen.

Die Mondphasen im März 2022

Die Planeten im März 2022

Merkur ist im März nicht am dunklen Firmament zu sehen.

Venus bleibt weiterhin Morgenstern. Sie erreicht am 20.3. ihren größten Winkelabstand von der Sonne und erscheint im Teleskop wie ein kleiner Halbmond.

Mars befindet sich den ganzen März ein wenig unterhalb von Venus, der rote Planet ist aber deutlich lichtschwächer.

Jupiter erlangt am 5.3. seine Konjunktion mit der Sonne, steht somit mit ihr am Taghimmel.

Saturn zeigt sich Ende März wieder am Morgenhimmel und ist dann nicht weit von Venus und Mars entfernt, die ihn Ende März/Anfang April überholen. Am 28. März ergibt sich zusammen mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes ein himmlisches Quartett, allerdings steht der Mond noch tiefer als die Planeten.

Uranus zieht weiterhin im Widder seine Bahn, ist abends aber nur noch für wenige Stunden zu sehen.

Neptun nimmt am 13.3. seine Konjunktionsstellung mit der Sonne ein, der ferne Planet bleibt unbeobachtbar.

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Quelle: VdS /Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im Februar 2022

In den Abendstunden des Februar funkelt der Sternenhimmel ordentlich: Die Wintersternbilder rund um den Himmelsjäger Orion sind berühmt für ihre hellen Sterne. Um 22 Uhr (diesen Anblick zeigt die Sternkarte) sind diese Sternbilder bereits über den Meridian gezogen. Unter dem Orion flackert mit Sirius im Großen Hund der hellste Stern des gesamten Himmels. Über dem Orion findet man rechts den Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, noch höher am Himmel den Fuhrmann mit der gelblichen Capella und links oberhalb des Orion die Zwillinge mit den beiden hellen Sternen Castor und Pollux. Unterhalb der Zwillinge leuchtet mit Prokyon der hellste Stern im Kleinen Hund.

Am Osthimmel machen bereits die Frühlingssternbilder auf sich aufmerksam. Der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus ist schon vollständig aufgegangen. Unter ihm leuchtet ein einsamer Stern: Alphard in der Wasserschlange. Die Jungfrau geht erst nach Mitternacht vollständig auf.

Die Mondphasen im Februar 2022

Die Planeten im Februar 2022

Merkur war Anfang Januar am Abendhimmel zu sehen, dreht nun seine Runde um die Sonne und taucht ab Mitte Februar tief am morgendlichen Südosthimmel auf – sichtbar aber nur von Gegenden südlich 48 Grad nördlicher Breite.

Venus strahlt als Morgenstern über dem südöstlichen Horizont, bereits am 12.2. leuchtet sie mit größter Helligkeit. Im Fernglas oder Fernrohr kann man ihre Sichelgestalt erkennen.

Mars wandert durch den Schützen, der rote Planet ist am Morgenhimmel zu sehen. Über ihm leuchtet die deutlich hellere Venus.

Jupiter versinkt nun zunehmend in der Abenddämmerung und wird zur Monatsmitte unsichtbar.

Saturn zieht zusammen mit der Sonne über den Himmel und ist somit nachts nicht zu sehen.

Uranus im Widder geht jetzt vor Mitternacht unter, kann in der ersten Nachthälfte aber noch beobachtet werden. Am 7.2. zieht der zunehmende Halbmond an Uranus vorbei.

Neptun beendet seine Beobachtungsperiode, er verabschiedet sich am Abendhimmel.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Tonga Vulkan Eruption in Rotheul messbar! Druckwelle nach Vulkanausbruch in Tonga in Thüringen und Bayern messbar

Nach dem Ausbruch des unterseeischen Vulkans in der Nähe des Inselreiches Tonga in der Südsee wurde an zahlreichen Wetterstationen weltweit ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet. Auch in Rotheul, an der Wetterstation der Sternwarte, konnte die Druckwelle gemessen werden. Hier waren es 1 hPa ( 1027,6 hPa-> 1028,6 hPa) gemessen in 20min ( 20:05 Uhr -> 20:25 Uhr)

Der Ausbruch eines Unterwasservulkans im Südpazifik hat nach Auskunft von Wetter Online, einem weltweit tätigen meteorologischen Dienstleister, zu einer Schockwelle geführt, die auf der ganzen Welt messbar war. An zahlreichen Wetterstationen wurde am Samstagabend ein plötzlicher Luftdruckanstieg verzeichnet.

Nach Explosion: Luftdruckanstieg in Garching bei München, wie auch in Rotheul-Thüringen

Auch in Deutschland waren die Auswirkungen der gewaltigen Explosion messbar. In Berlin, so Wetter Online, sei der Luftdruck innerhalb von 20 Minuten schlagartig von 1.027,4 hPa (Hektopascal) auf 1.028,2 hPa angestiegen. Ein Plus von knapp 0,8 hPa. Auch in Garching bei München konnte laut einer Twitter-Nachricht kurzfristig ein kräftiger Luftdrucksprung verzeichnet werden.

In Rotheul zeigten die Messwerte der Wetterstation der Sternwarte Rotheul in 20 min eine Luftdruckänderung von 1 hPa (1027,6 hPA -> 1028,6 hPa) an.

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

Grafik nach Daten Wetterstation Rotheul, erstellt von Mario Ennes

(Quelle: BR24 Redaktion, Wetterstation-Sternwarte Rotheul)

Der Sternenhimmel im Januar 2022

Der Sternenhimmel im Januar 2022

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Die Mondphasen im Januar 2022

Die Planeten im Januar 2022

Merkur taucht von Anfang bis Mitte Januar am südwestlichen Abendhimmel auf. Die beste Sichtbarkeit ist um den 7. Januar.

Venus verschwindet Anfang Januar am Abendhimmel im Glanz der Sonne und steht am 9.1. mit ihr in unterer Konjunktion. Ab Mitte Januar erscheint Venus am Morgenhimmel. Ihre größte westliche Elongation wird sie am 20. März erreichen.

Mars ist ein Objekt in der Morgendämmerung, tief am südöstlichen Horizont. Im Dezember wird Mars seine Oppositionsstellung im Stier einnehmen.

Jupiter ist noch ein auffälliges Objekt am westlichen Abendhimmel. Am 5. März wird er von der Sonne einholt, seine diesjährigen Opposition findet am 26. September statt.

Saturn geht abends früher als Jupiter unter, ab Mitte Januar taucht er in der hellen Dämmerung ab. Der Ringplanet steht bereits am 4. Februar in Konjunktion mit der Sonne und am 14. August in Opposition.

Uranus im Widder ist ein Objekt der ersten Nachthälfte. Erst am 5. Mai wird er mit der Sonne in Konjunktion stehen und am 9. November seine Oppositionsstellung einnehmen.

Neptun im Wassermann zieht sich vom Abendhimmel zurück. Der lichtschwache Planet kommt am 13. März in Konjunktion und am 16. September in Opposition mit der Sonne.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Komet Leonard, vielleicht bald mit bloßem Auge zu sehen

Leonard ist der erste Komet des Jahres 2021, Wissenschaftler Gregory Leonard entdeckte den gleichnamigen Kometen bereits am 3. Januar. Deshalb bekam der Komet den offiziellen Namen C/2021 mit dem Zusatzkürzel A1. Zum Jahresende kommt er uns nun noch einmal ganz nah – Nah genug, um ihn mit bloßem Auge zu beobachten. Mit einem Fernglas kann Leonard auch bereits früher beobachtet werden.

Bildrechte: © 2021 Michael Jäger
Bildrechte: © 2021 Michael Jäger

Am 12. Dezember 2021 wird er sich bis auf 0,23 AU (ca. 34,4 Millionen km) an die Erde annähern, am 18. Dezember 2021 bis auf 0,028 AU (ca. 4,2 Millionen km) an die Venus. Am 3. Januar 2022 wird er das Perihel erreichen, etwa 0,62 AU von der Sonne entfernt. Am 10. Oktober konnte an dem Kometen ein kurzer, aber dichter Staubschweif beobachtet werden. Es wird erwartet, dass C/2021 A1 im Laufe des Dezembers 2021 eine scheinbare Helligkeit von 4 mag erreicht. Dann wäre er mit bloßem Auge am Nachthimmel zu erkennen und könnte schon mit einem Fernglas gut beobachten werden.

Am Morgen des 6. Dezember 2021 wird C/2021 A1 etwa 5° von Arktur entfernt am Himmel stehen. Gegen 14. Dezember 2021 steht er dann 14,7° entfernt von der Sonne und wird danach von der Südhalbkugel aus immer besser zu beobachten sein. Durch Streuungseffekte könnte der Komet dann eine Helligkeit von bis zu 1 mag erreichen.

So beeindruckend wie der letzte helle Komet Neowise, der im Juli letzten Jahres zu sehen war, wird der Komet C/2021 A1 Leonard, wohl nicht werden. Leonard wird voraussichtlich nicht so hell, wie es Neowise war. Dennoch, es lohnt sich ihn anzusehen.

Quelle: WIKI

Schweifstern Weihnachten nicht mehr zu sehen

Ein Weihnachtsstern wird Komet Leonard allerdings nicht. Zwar ist er dann wohl immer noch unterwegs, aber aus unserer Sicht zu nah bei der Sonne, dadurch können wir ihn nicht mehr sehen.

Wo findet man den Kometen am Nachthimmel

Zu sehen ist der Komet auf der Nordhalbkugel während der ersten zwölf Dezembertage in den frühen Morgenstunden kurz vor Sonnenaufgang am südöstlichen Himmel (im Sternbild Bootes) oder kurz nach Sonnenuntergang. Mitte Dezember wird seine Helligkeit von der aufgehenden Sonne verdeckt und er bleibt unsichtbar.

Aufsuchkarte Anfang Dezember
So findet man den Kometen

Nun viel Erfolg beim beobachten und finden.

Der Sternenhimmel im Dezember 2021

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Sternhimmel Dezember 2021

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Die Mondphasen im Dezember 2021

Die Planeten im Dezember 2021

Merkur zog Ende November an der Sonne vorbei. Ende Dezember taucht er tief über dem Südwesthorizont in der Abenddämmerung auf.

Venus ist Anfang Dezember maximal hell, steht am Abendhimmel aber weiterhin nah des Südwesthorizonts. Bis Ende Dezember wird sie fast von der Sonne eingeholt, ihre Sichtbarkeit endet somit.

Mars läuft von der Waage in den Skorpion. Ab Mitte Dezember taucht der rote Planet am südöstlichen Morgenhimmel auf.

Jupiter wechselt vom Steinbock in den Wassermann, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Saturn im Steinbock steht zwischen Venus und Jupiter; diese drei Planeten schmücken den frühen Abendhimmel über dem südwestlichen Horizont.

Uranus im Widder passiert jetzt in den späten Abendstunden den Meridian, noch kann man ihn bequem beobachten.

Neptun im Wassermann hat seine Oppositionszeit nun hinter sich, man sollte ihn aufsuchen, sobald es richtig dunkel ist.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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November – der Monat der Sternschnuppen

Im November sind drei größere Meteor-Schwärme aktiv, darunter einer, der gelegentlich für ein wahres Feuerwerk sorgt. Gleich in den ersten Novembernächten geht es los, mit den letzten Orioniden und den Tauriden, die bis zur Monatsmitte große Leuchtkugeln schicken. Kurz darauf stürmen Sternschnuppen aus dem Löwen (Leoniden) übers Firmament. Vom 6. November bis zum Monatsende. (siehe Sternkarte) Allerdings zu einer etwas unbequemen Uhrzeit. Höhepunkt der Leoniden für Frühaufsteher.Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden in der Nacht auf den 17. November – in diesem Jahr allerdings leider erst morgens nach Sonnenaufgang. Nicht nur deshalb ist es in diesem Jahr günstig, am frühen Morgen auf Sternschnuppen-Jagd zu gehen. Der Mond stört vorher.

Leuchtet hell im dunklen Nachthimmel – Der Lichtschweif könnte der Auslöser für den mysteriösen Knall am vergangenen Samstag gewesen sein.
Die Aufnahme stammt von der Allsky-Kamera in Henry Bolgehns Sternwarte. Foto: Henry Bolgehn

Quelle: VdS, BR, Sternwarte Rotheul

Der Sternenhimmel im November 2021

Sternhimmel in Nov. 21

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen. Für Planetenbeobachter bieten sich im November die fernen Gasplaneten Neptun im Wassermann und Uranus im Widder an.

Die Mondphasen im November 2021

Die Planeten im November 2021

Merkur kann man noch in den ersten Tagen des Monats morgens ab 6 Uhr über dem Osthorizont aufsuchen.

Venus läuft jetzt durch den Schützen, sie ist Abendstern tief am Südwesthimmel.

Mars wechselt von der Jungfrau in die Waage, hat sich aber noch nicht weit genug von der Sonne entfernt, um wieder am Morgenhimmel aufzutauchen.

Jupiter im Steinbock ist Planet des Abendhimmels, man findet ihn tief im Südwesten.

Saturn, ebenfalls im Steinbock, geht früher als Jupiter unter – der Ringplanet verabschiedet sich langsam.

Uranus im Widder erreicht am 5. seine Oppositionsstellung. Der ferne Planet steht die ganze Nacht über dem Horizont – beste Beobachtungsperiode für dieses Jahr.

Neptun im Wassermann beendet seine Oppositionszeit, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

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Der Sternenhimmel im Oktober 2021

Im Oktober hat die Sonne den Himmelsäquator nach Süden hin überquert, daher sind die Nächte wieder länger als die Tage. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde – die Sternkarte gilt für 23 Uhr Sommerzeit – steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder SteinbockWassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen. Weiter nach Westen leuchten Jupiter und Saturn im Steinbock.

Die Mondphasen im Oktober 2021

Die Planeten im Oktober 2021

Merkur zeigt sich Ende Oktober über dem Osthorizont am Morgenhimmel. Am besten wird man ihn um den 27. gegen 6 Uhr sehen.

Venus zieht ihre Bahn von der Waage in den Skorpion, Mitte Oktober läuft sie an Antares vorbei. Der Abendstern zeigt sich tief im Süden in der Abenddämmerung.

Mars erreicht Anfang Oktober seine Konjunktion mit der Sonne – der rote Planet ist nachts weiterhin nicht sichtbar.

Jupiter beendet Mitte Oktober seine diesjährige Oppositionsperiode, man findet ihn am Abendhimmel tief über dem südwestlichen Horizont.

Saturn geht Jupiter etwas voraus, auch der Ringplanet ist ein Objekt für die Stunden nach Sonnenuntergang.

Uranus im Widder wird Anfang November seine diesjährige Oppositionsstellung einnehmen – jetzt beginnt die beste Zeit, um den lichtschwachen, grünlichen Planeten aufzusuchen.

Neptun im Wassermann hat seine Opposition gerade hinter sich, ihn kann man nun gut in der ersten Nachthälfte beobachten.

Quelle: Sternfreunde.de

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Sternhimmel im September 2021

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen. Tief im Süden leuchten die Planeten Saturn und Jupiter.

Die Mondphasen im September 2021

Die Planeten im September 2021

Merkur erreicht am 14. eine größte östliche Elongation. Da er südlicher als die Sonne steht, ergibt sich aber keine Abendsichtbarkeit.

Venus wandert von der Jungfrau in die Waage – sie strebt weiter nach Süden und kann ihren Auftritt am Abendhimmel daher kaum ausbauen.

Mars wird bis Ende September fast von der Sonne eingeholt; nachts sucht man ihn vergeblich.

Jupiter ist in den Wochen nach seiner Opposition immer noch sehr gut zu im Steinbock zu beobachten.

Saturn findet man nicht weit von Jupiter entfernt, auch der Ringplanet hält sich derzeit im Steinbock auf.

Uranus im Widder findet man nun auch auf unserer Sternkarte. Zur Beobachtung ist aber mindestens ein Fernglas nötig.

Neptun im Wassermann nimmt am 14. seine diesjährige Oppositionsstellung ein, jetzt ist der ferne blaue Planet am besten zu sehen.

Der Sternenhimmel im August 2021

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Süden, in den Sternbildern Steinbock und Wassermann, machen Saturn und Jupiter auf sich aufmerksam.

Die Nacht der Sternschnuppen

Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Die besten Sternschnuppennächte sind vom 11. bis 13. August zu erwarten – das ist nur wenige Tage nach Neumond, daher wird in diesem Jahr der Mond das Schauspiel der Sternschnuppen nicht stören. Besser geht es kaum!

Die Mondphasen im August 2021

Die Planeten im August 2021

Merkur macht eine weitere Runde um die Sonne, entfernt sich von ihr bis Ende August östlich, eine Abendsichtbarkeit ergibt sich aber nicht.

Venus leuchtet in der Dämmerung über dem westlichen Horizont, bleibt aber unauffällig.

Mars steht zu nah an der Sonne, um nachts sichtbar zu sein.

Jupiter wechselt auf seiner rückläufigen Bahn noch einmal vom Wassermann in den Steinbock. Am 20. August erreicht er seine diesjährige Opposition – beste Beobachtungsbedingungen, wenn nur die südliche Lage nicht wäre.

Saturn im Steinbock steht bereits am 2. August in Opposition zur Sonne, ist also die ganze Nacht zu sehen.

Uranus im Widder beginnt Ende August seine diesjährige Oppositionsperiode, er geht jetzt vor Mitternacht auf.

Neptun im Wassermann geht bereits in den Abendstunden auf. Mitte September wird er in Opposition stehen.

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Quelle: VdS