Der Sternenhimmel im Januar 2026

Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Saturn und Neptun gehen im Westen unter. Uranus hält sich hoch oben im Stier auf. In den Zwillingen zieht der helle Jupiter die Blicke auf sich.

Die Mondphasen im Januar 2026

Die Planeten im Januar 2026

Merkur bot Anfang Dezember 2025 eine Morgensichtbarkeit. Im Januar 2026 taucht der sonnennächste Planet nicht am Nachthimmel auf.

Venus erreicht am 6. Januar ihre obere Konjunktion mit der Sonne und ist im Januar nur am Taghimmel vertreten.

Mars steht am 9. Januar in Konjunktion mit der Sonne – der rote Planet ist nicht zu sehen.

Jupiter kommt am 10. Januar im Sternbild Zwillinge in Opposition. Der Riesenplanet bietet somit optimale Beobachtungsbedingungen.

Saturn wechselt vom Wassermann in die Fische und ist ein Objekt des Abendhimmels. Sein Abstand zu Neptun verkleinert sich im Laufe des Monats. Am 23. Januar wird Saturn vom zunehmenden Mond besucht.

Uranus im Stier befindet sich in den Wochen nach der Opposition und ist daher noch fast die ganze Nacht südlich der Plejaden zu sehen.

Neptun in den Fischen befindet sich unweit von Saturn und ist wie der Ringplanet ein Objekt für die Abendstunden.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im Dezember 2025

Da es im Dezember sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz überraschend für diese Jahreszeit, abends von den Sommersternbildern SchwanLeier und Adler verabschieden.

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: OrionStierZwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder WassermannFische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Saturn und Neptun bereiten sich im Südwesten auf ihren Untergang vor. Uranus im Stier hat seine höchste Stellung fast erreicht. Im Südosten bildet Jupiter mit den Zwillingssternen Castor und Pollux ein auffälliges Dreigestirn.

Die Mondphasen im Dezember 2025

Die Planeten im Dezember 2025

Merkur bietet Anfang Dezember eine sehr gute Morgensichtbarkeit. Die besten Beobachtungstage sind rund um den 7.12. Ab 6:30 Uhr findet man Merkur dann über dem Südosthorizont.

Venus ist in den Glanz der Sonne eingetaucht. Anfang 2026 wird sie in oberer Konjunktion mit ihr stehen.

Mars ist ebenfalls im Schein der Sonne verschwunden und wird wie Venus Anfang 2026 seine Konjunktion der Sonne einnehmen.

Jupiter in den Zwillingen strebt auf seine Oppositionsstellung zu, die er aber erst am 10. Januar 2026 erreichen wird. Trotzdem ist der größte Planet des Sonnensystems im Dezember optimal zu beobachten. Am 7.12. wandert der abnehmende Mond an Jupiter vorbei.

Saturn im Wassermann geht in der ersten Nachthälfte nun immer früher unter. Der Ringplanet ist ein Objekt des Abendhimmels. Am 27.12. bekommt Saturn noch einmal Besuch vom Halbmond.

Uranus im Stier befindet sich in den Wochen nach der Opposition und ist daher noch fast die ganze Nacht zu sehen.

Neptun in den Fischen wird zum Beobachtungsziel für die Abendstunden.

Quelle: VdS; sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im November 2025

Die typischen Sternbilder des Herbststernhimmels sind das riesige Sternbild Pegasus, wobei die linke obere Ecke bereits zur Andromeda gehört; man nennt das Pegasus-Quadrat auch Herbstviereck. Unterhalb von Pegasus und Andromeda sind nur Sternbilder mit schwachen Sternen zu sehen: Im Südwesten der Wassermann, im Süden der Walfisch und darüber die Fische.

Im Osten tauchen bereits die Sternbilder des Winterhimmels mit deutlich helleren Sternen auf: Senkrecht über uns die Kassiopeia (das „Himmels-W“), zum Südosthorizont hin gefolgt vom Perseus (mit dem veränderlichen Stern Algol) und dem Stier mit dem prägnanten Sternhaufen der Plejaden und dem rötlichen Stern Aldebaran. Gerade aufgegangen ist der Himmelsjäger Orion mit seinen sieben sehr hellen Sternen.

Saturn und Neptun in den Fischen findet man jetzt über dem südwestlichen Horizont. Uranus im Südosten zieht seine Bahn unterhalb der Plejaden.

Die Mondphasen im November 2025

Die Planeten im November 2025

Merkur beginnt Ende November mit einer Morgensichtbarkeit, die Anfang Dezember ihren Höhepunkt erreicht. Ab 6:30 Uhr findet man den sonnennahen Planeten für eine gute halbe Stunde über dem Südosthorizont.

Venus beendet ihre Zeit als Morgengestirn, sie versinkt Ende November in der hellen Dämmerung.

Mars ist weiterhin nicht am dunklen Nachthimmel vertreten.

Jupiter in den Zwillingen läutet seine Oppositionsperiode ein – die beste Beobachtungszeit für den Riesenplaneten hat begonnen. Am 10.11. kommt der Mond bei seiner monatlichen Runde vorbei.

Saturn im Wassermann hat seine Oppositionsperiode hingegen gerade hinter sich. Doch ein Blick mit dem Fernrohr lohnt sich, denn derzeit ist der Ring besonders schmal. Am 2.11. schaut der zunehmende Mond vorbei.

Uranus im Stier steht am 21.11. in Opposition und hat somit seine beste Sichtbarkeit erreicht. Mit einer Helligkeit von 5,6 mag ist Uranus bei sehr dunklem Himmel (und mit einer guten Sternkarte) sogar mit bloßem Auge auszumachen.

Neptun in den Fischen wird nun zum bequemen Beobachtungsziel in der ersten Nachthälfte.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im September 2025

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21:30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Senkrecht über uns fällt zuerst der helle Stern Wega auf. Wer später, wenn es ganz dunkel geworden ist, dort noch einmal hinschaut, wird auch das kleine rautenförmige Sternbild Leier erkennen, in dem Wega der hellste Stern ist. Wer die Leier nicht sieht, hat nicht Wega, sondern vielleicht den Stern Atair (Sternbild Adler) oder Deneb (Sternbild Schwan) im Visier. Wega, Atair und Deneb bilden zusammen ein großes Dreieck, das man „Sommerdreieck“ nennt.

Mitten im Sommerdreieck und etwas links davon findet man die kleinen Sternbilder Pfeil und Delfin. Sie haben beide keine hellen Sterne, aber da sie so klein sind, fallen ihre Figuren auf den ersten Blick auf. Jetzt macht sich auch die Milchstraße als fahl schimmerndes Band hoch über unseren Köpfen bemerkbar. Sowohl der westliche Teil des Himmels mit den herabziehenden Frühsommersternbildern als auch der Osthimmel mit den aufsteigenden Herbststernbilder ist arm an hellen Sternen.

In den Fischen leuchtet Saturn und direkt nebenan kann man Jagd auf Neptun machen.

Am 7. September findet eine totale Mondfinsternis statt. Dabei geht der Mond in Mitteleuropa über dem Osthorizont bereits verfinstert auf. Bis zum Ende der Totalität um 20:53 Uhr hat der Mond eine Höhe von knapp zehn Grad erreicht. Um 21:57 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde wieder.

Die Planeten im September 2025

Merkur macht sich im September rar, er taucht nicht am dunklen Himmel auf.

Venus ist entlang der Ekliptik auf dem Weg nach Süden. Sie läuft vom Krebs zum Löwen. Noch können wir Venus als hellen Morgenstern sehen. Am 19.9. steht sie direkt neben Regulus und wird zudem von der schmalen, abnehmenden Mondsichel besucht. Am Nachmittag des 19.9. bedeckt der Mond die Venus am Taghimmel.

Mars ist in der Jungfrau mobil, doch das bleibt im hellen Sonnenschein verborgen.

Jupiter in den Zwillingen geht jetzt bald nach Mitternacht auf. Am 16.9. kommt der abnehmende Mond bei Jupiter vorbei.

Saturn erreicht am 21.9. seine diesjährige Opposition: er geht abends auf, steht um Mitternacht im Süden und geht morgens unter. Am 8./9.9. kommt der Vollmond bei Saturn zu Besuch. Wir blicken derzeit fast exakt auf die Kante des Saturnrings. Dazu kommt es auch zu interessanten Ereignissen der Saturnmonde mit Durchgängen vor der Planetenscheibe und Schattenwürfen.

Uranus im Stier geht nun bereits in den frühen Abendstunden auf, etwa ab Mitternacht lohnt sich eine Beobachtung.

Neptun erreicht am 23. September seine diesjährige Opposition zur Sonne. Der ferne Planet steht derzeit in den Fischen. Um ihn zu sehen, braucht man ein gutes Fernglas oder Fernrohr.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Sonne im Ha-Licht

Die Sonne in H-Alpha – heute Mittag um 13 Uhr!

Wir in der Sternwarte Rotheul haben die Sonne heute bei fantastischen Bedingungen im H-Alpha-Licht beobachtet. Auf diesem Bild seht ihr die unglaubliche Aktivität unserer Sonne:

– Protuberanzen am Rand – Besonders gut sichtbar sind mehrere Ausbrüche am oberen und rechten Rand, die sich als kleine, helle Bögen vom Sonnenrand abheben.

– Filamente auf der Scheibe – Dunkle, längliche Strukturen innerhalb der Sonnenscheibe, die wie „Fäden“ aussehen.

– Aktive Regionen & Sonnenflecken – In der unteren Hälfte gibt es deutlich dunklere, unruhige Zonen – hier befinden sich große Sonnenfleckengruppen.

– Granulation und feine Strukturen – Die gesamte Oberfläche zeigt die typische H-Alpha-Struktur der Chromosphäre.

Ein faszinierender Anblick – und alles in Bewegung!

👉 Nie ohne geeignete Sonnenfilter beobachten!

📷 Aufnahme: H-Alpha, Acuter Elite Phoenix 40 H-Alpha Sonnenteleskop

🕐 Zeitpunkt: Heute, 13:00 Uhr

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Der Sternenhimmel im August 2025

Sternhimmel Karte

Im August kann man sich in Ruhe den Sommersternhimmel anzuschauen. Wenn nach 22 Uhr langsam die ersten Sterne auftauchen, lohnt ein Blick an den Nachthimmel. Wer gegen 23 Uhr steil nach oben blickt, wird den hellen Stern Wega im Sternbild Leier sehen. Zwei weitere helle Sterne bilden zusammen mit Wega das „Sommerdreieck“: links von Wega der Stern Deneb im Sternbild Schwan und ein gutes Stück in Richtung Horizont der Stern Atair im Sternbild Adler. Sobald es Mitte August nachts wieder richtig dunkel wird, kann man erahnen, wie sich mitten durch das Sommerdreieck das Band der Milchstraße zieht. Im Osten gehen mit Pegasus und Andromeda die ersten Herbstbilder auf.

Tief im Südosten hat sich Saturn in den Fischen nun über den Horizont erhoben. Nicht weit von ihm entfernt ist der lichtschwache Neptun zu finden.

Die Nacht der Sternschnuppen
Alljährlich kreuzt die Erde vom 10. bis 14. August die Bahn des Kometen „Swift-Tuttle“ und fliegt durch dessen Staubspur. Dringt ein solches Kometen-Staubkorn in die Erdatmosphäre ein, dann verglüht es und huscht als Sternschnuppe über den Himmel. Daher sind Mitte August jedes Jahr besonders viele Sternschnuppen zu sehen. Man spricht von den „Perseiden“ oder auch von den „Laurentius-Tränen“. Das Maximum der Perseiden wird für die Nacht vom 12. auf den 13.8. erwartet. Wenige Tage nach Vollmond hellt unser Erdbegleiter den Himmel leider deutlich auf.

Die Planeten im August 2025

Merkur schwingt sich nach Mitte August zu einer günstigen Morgensichtbarkeit auf. In der letzten Monatsdekade kann man ihn gegen 5:30 Uhr über dem Nordosthorizont sehen.

Venus übt ihre Position als Morgenstern weiter aus. Sie durchstreift die Zwillinge und geht daher weit im Nordosten auf. Am 12.8. begegnet sie dabei Jupiter und zieht in knapp einem Grad Abstand am Gasriesen vorbei.

Mars durcheilt die Jungfrau und nimmt am Abendhimmel nun endgültig Abschied.

Jupiter in den Zwillingen ist ein Objekt des Morgenhimmels. Dabei wird er am 12.8. von Venus passiert. Und am 20.8. kommt die abnehmende Mondsichel zum Planetenduo. Ein tolles Motiv, für das sich das frühe Aufstehen auf jeden Fall lohnt!

Saturn bewegt sich rückläufig durch die Fische. Der Ringplanet ist etwa ab Mitternacht gut zu sehen. Am 6.8. kommt es zur zweiten von drei Konjunktionen mit Neptun in diesem Jahr.

Uranus im Stier beginnt seine Beobachtungsperiode am Morgenhimmel.

Neptun ist wie Saturn rückläufig in den Fischen. Bei der Konjunktion der beiden am 6.8. beträgt ihr gegenseitiger Abstand knapp über einem Grad.


Quelle: VdS

Kosmische Kinderstuben im Schützen: Messier 8 und Messier 20

Dieses faszinierende Foto, aufgenommen von der Sternwarte Rotheul, zeigt zwei prächtige Himmelsobjekte im Sternbild Schütze: Messier 8, den Lagunennebel, und Messier 20, den Trifidnebel. Beide sind aktive Sternentstehungsgebiete und damit Highlights für Astronomen und Astrofotografen gleichermaßen.

Der Lagunennebel (Messier8) ist ein riesiger Emissions- und Reflexionsnebel, der etwa 5.200 Lichtjahre entfernt liegt. Seine leuchtenden Gase und reflektierenden Staubwolken schaffen eine atemberaubende kosmische Landschaft, in der neue Sterne geboren werden.

Der Trifidnebel (Messier 20), ähnlich weit entfernt, erhält sein charakteristisches dreigeteiltes Aussehen durch eine prominente dunkle Staubwolke, bekannt als Barnard 85. Diese dunkle Wolke teilt den Nebel effektiv und verleiht ihm seine einzigartige „Trifid“- (dreiteilige) Form.

Diese Deep-Sky-Objekte von Deutschland aus einzufangen, stellt eine besondere Herausforderung dar, da das Sternbild Schütze hier nur sehr flach über dem Horizont steht.

Trotz dieser schwierigen Bedingungen konnte dieses Bild erfolgreich mit unserem Takahashi Epsilon-130D Astrografen und der Omegon veTEC 571 Colorkamera in gerade mal 76 min. aufgenommen werden.

Der Sternenhimmel im Juli 2025

Der Juli ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer jedoch in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Oberhalb von Skorpion und Schütze verbergen sich die unscheinbaren Sternbilder Schlangenträger, Schlange und darüber der Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Da es bei uns im Juli aber nachts nicht ganz dunkel wird, ist es besser, die Milchstraße erst im August anzuschauen. Der Große Bär ist auf der Sternkarte nur noch zum Teil zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Die Planeten im Juli 2025

Merkur nimmt im Juli ein Sonnenbad und ist folglich nicht zu sehen.

Venus begrüßt alle Frühaufsteher über dem östlichen Morgenhimmel. Am 22.7. gesellt sich wieder einmal der schmale Mond zur Venus.

Mars streift durch den Löwen und ist abends noch zu sehen. Am 28.7. schaut die dünne, zunehmende Mondsichel beim roten Planeten vorbei.

Jupiter taucht ab Mitte Juli wieder am Morgenhimmel auf. Am 23.7. steht die schmale Mondsichel über ihm.

Saturn in den Fischen wird zum Beobachtungsziel für die zweite Nachthälfte. Am 16.7. weist der abnehmende Halbmond den Weg zu Saturn.

Uranus im Stier kann man ab Mitte Juli am Morgenhimmel aufsuchen.

Neptun in den Fischen ist nicht weit von Saturn entfernt. Mit einem Teleobjektiv kann man beide zusammen fotografieren.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Der Sternenhimmel im Juni 2025

Tief über dem südöstlichen Horizont funkelt Antares im Skorpion. Hoch am Himmel, man muss den Kopf schon in den Nacken legen, wird man dagegen den Großen Wagen finden. Wenn man den Schwung der Wagendeichsel in Richtung Horizont verlängert, trifft man erst auf den hellen Stern Arktur im Bootes und später auf Spica in der Jungfrau. Noch ein Stück weiter nach rechts schwebt der Löwe über dem südwestlichen Horizont. Direkt neben seinem Hauptstern Regulus findet man derzeit den rötlichen Mars.

Etwas links oberhalb des hellen Sterns Arktur im Bootes fällt ein kleines Halbrund von Sternen auf: Die Nördliche Krone mit ihrem Hauptstern Gemma, dem Edelstein. In Richtung Horizont erstreckt sich der Schlangenträger zusammen mit der zweigeteilten Schlange; beide Sternbilder sind recht lichtschwach. Attraktiver wird der Sternenhimmel wieder in Ostrichtung. Dort ist bereits das Sommerdreieck aus den drei hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgegangen.

Die Planeten im Juni 2025

Merkur taucht zu später Stunde noch einmal am Abendhimmel auf. Die Tage vom 16. bis 22. um 22 bis 22:30 Uhr sind am besten für eine Pirsch nach dem sonnennahen Planeten geeignet. Je weiter südlich man sich befindet, desto einfach wird Merkur zu sehen sein.

Venus ist jetzt stattlicher Morgenstern. Um dieses Schauspiel zu bewundern, muss man aber sehr früh aufstehen. Am 22.6. findet wieder ein Treffen mit der schmalen, abnehmenden Mondsichel statt.

Mars hält sich weiterhin tapfer am Abendhimmel. Um den 17. läuft Mars nah an Regulus vorbei.

Jupiter verbringt seine Sommerzeit im Schein der Sonne, für uns bleibt er dort verborgen.

Saturn entwickelt sich zu einem Objekt der noch dunklen Morgenstunden. Am 19.6. wird der Ringplanet vom Mond besucht, am 29.6. begegnet Saturn dem viel lichtschwächeren Neptun – die erste von drei Konjunktionen der beiden Planeten in diesem Jahr.

Uranus steht der Sonne noch zu nah und ist am dunklen Nachthimmel nicht zu sehen.

Neptun ist theoretisch auch noch nicht wieder aufgetaucht. Praktisch wird man es am 29.6. bei seinem Treffen mit Saturn aber doch versuchen.

Quelle: VdS, Sternfreunde.de

Messier 101

Messier 101 – Feuerradgalaxie

Aufnahme von unserer Sternwarte mit hochauflösender Astrokamera 24MP.

Hier die reine Luminanzaufnahme ohne RGB Daten.

Ihre Entfernung zur Erde beträgt rund 22 Millionen Lichtjahre, ihr Durchmesser 170.000 Lichtjahre. Damit ist sie ungefähr so groß wie unsere Milchstraße.

Der Sternenhimmel im Mai 2025

Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.

Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Im Südwesten leuchtet zwischen den Zwillingen und dem Löwen der Mars im Krebs.

Die Mondphasen im Mai 2025

Die Planeten im Mai 2025

Merkur macht sich auch im Mai nicht am Nachthimmel bemerkbar.

Venus ist tief über dem Osthorizont am Morgenhimmel zu sehen und vergrößert ihren Winkelabstand zur Sonne. Am 24.5. schmückt die schmale Mondsichel neben Venus das frühmorgendliche Himmelsbild.

Mars steuert vom Krebs Ende Mai in den Löwen. Er bleibt daher Objekt der Abendstunden. Anfang Mai zieht Mars nah am offenen Sternhaufen M 44 im Krebs (Praesepe oder Krippe genannt) vorbei.

Jupiter verabschiedet sich nun vom Abendhimmel und verschwindet im hellen Dämmerungshimmel. Am 28.5. steht die sehr schmale Mondsichel über Jupiter – eine Beobachtungsherausforderung.

Saturn in den Fischen macht sich ab Mitte Mai wieder am Morgenhimmel bemerkbar.

Uranus im Stier erreicht am 18. Mai seine Konjunktion mit der Sonne und ist somit nicht zu sehen.

Neptun steht auch noch zu nah neben der Sonne, um am dunklen Morgenhimmel aufzutauchen.

Quelle: VdS

Der Sternenhimmel im April 2025

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner LöweJagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Weit im Westen strahlt Jupiter im Stier. Ihm folgt im Südwesten Mars in den Zwillingen.

Die Mondphasen im April 2025

Die Planeten im April 2025

Merkur hatte seine Glanzzeit im März, diesen Monat bleibt er im Licht der Sonne verborgen.

Venus ist jetzt Morgenstern, macht sich aber noch nicht deutlich bemerkbar. Am 25.4. steht die schmale, abnehmende Mondsichel unterhalb von Venus. (Und wenig tiefer Saturn, was höchstens mit einem Fernglas oder fotografisch nachweisbar sein wird.)

Mars bewegt sich jetzt rasch von den Zwillingen in den Krebs. Ende April nähert er sich der Praesepe. In der Nacht vom 5. auf den 6.4. bekommt Mars Besuch vom Halbmond.

Jupiter ist nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel, geht aber zunehmend früher unter. Am 3.4. und am 30.4. begegnet die Mondsichel dem Jupiter.

Saturn im Wassermann können wir im April noch einmal vom Beobachtungsplan streichen.

Uranus im Stier verabschiedet sich vom Abendhimmel.

Neptun in den Fischen stand Mitte März zusammen mit der Sonne am Taghimmel und taucht im April nachts noch nicht wieder auf.

Quelle: VdS / Sternfreunde.de

Astronomietag 2025 – 29. März an der Sternwarte Rotheul

Hier ein paar Impressionen vom Astronomietag 2025 an der Sternwarte Rotheul – 29. März 2025

Ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Besucher, die diesen Tag mit uns geteilt haben. Ebenso gilt unser besonderer Dank den engagierten Helfern des Astrostammtischs Mitwitz für ihre tatkräftige Unterstützung.

Trotz anfänglicher Bewölkung zeigte sich der Wettergott gnädig und ließ die Wolken auflockern, sodass die Sonne schließlich doch beobachtet werden konnte.

Wir freuen uns schon auf das nächste astronomische Highlight mit euch!

Bis zum nächsten Mal… eure Sternwarte Rotheul 😃